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Ein Leben für die Tiere

Häschen und Meerschweinchen haben eine artgerechte Zuflucht auf dem Tierhof gefunden.
Häschen und Meerschweinchen haben eine artgerechte Zuflucht auf dem Tierhof gefunden. © Foto: MZV
Juliane Keiner / 13.10.2017, 08:44 Uhr
Lübnitz/Benken (BRAWO) Kühe, Schafe, Hunde, Häschen, Meerschweinchen, Hühner und Ponys fühlen sich auf dem Tierhof Samtschnute zwischen Benken und Lübnitz sichtlich wohl. Für einige der tierischen Bewohner ist es das erste artgerechte, liebevolle Zuhause. Andere wurden ausgesetzt, oder gar vor dem sicheren Tod gerettet.

Peggy Schreiber hat sich dem Tierhof einen Lebenstraum erfüllt. Nach drei Jahren aktivem Tierschutz in Griechenland zog es sie in heimische Gefilde zurück. "Auf der Suche nach einem finanzierbaren und günstig gelegenen Grundstück nebst Gebäuden, stieß ich auf den Hof zwischen Lübnitz und Benken", berichtet die engagierte junge Frau. Vor zwei Jahren gekauft vom Gut Schmerwitz konnte sie im November 2015 erste Tiere aufnehmen. Unter anderem zog Hündin Pia in den Hohen Fläming. Mit 14 Jahren wurde der Schäferhund-Mix von ihrer Familie abgegeben. Der Familienhund leidet im fortgeschrittenen Alter an Inkontinenz, für ihre Familie völlig inakzeptabel. Das Tier musste weg. Neben Pia saust auch Abi über das Grundstück. Die alte Hundedame kommt aus Bosnien und hat schreckliche Angst vor Menschen. Bei Peggy Schreiber darf sie ihren Lebensabend verbringen. Die Kühe wurden vor der Schlachtbank gerettet. Ebenso Pony Opi. Das 27-jährige Pony war einst ein Reitpony. Weil er im Alter anfing zu stolpern wollte der Besitzer das Tier nicht mehr haben. "Immerhin hat er mir Opi kostenfrei überlassen und sogar her gefahren", so Peggy Schreiber. Und, ein echter Glücksfall, Opi hat eine Patin. Sie kommt für das Futter und den Hufschmied auf. Beste Voraussetzungen für den Senioren neben weiteren Ponys noch einige Jährchen glücklich auf dem Tierhof zu leben.

Peggy Schreiber ist auf Tierpaten und auf Spenden angewiesen. Auf dem Hof ist noch einiges zu tun. Der Unterhalt der Tiere verschlingt ein stolzes Sümmchen, Tierarztkosten kommen hinzu. Zur Sicherheit - nicht zuletzt für die tierischen Bewohner - möchte Peggy Schreiber als nächstes das Grundstück einzäunen. Rund 3.000 Euro werden benötigt. Peggy Schreiber freut sich über jede Spende, sei es eine Futterspende, sei es ein finanzieller Zuschuss oder auch über ehrenamtliche Helfer, die einfach anpacken. Gern führt Peggy Schreiber - die bereits zahlreiche Aktionen mit der Tiertafel Bad Belzig und mit den Tierfreunden Fläming durchgeführt hat - über den Hof. Wer ein Teil des aktiven Tierschutzes sein möchte, kann mit Peggy Schreiber in Kontakt treten: www.facebook.com/TierhilfeHofSamtschnute/, 0178/6369114.

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