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Goldenes Kreuz glänzt in der Sonne

Simone Weber / 13.10.2017, 10:05 Uhr
Hohennauen (MOZ) Die Dorfkirche Hohennauen wurde von 1710 bis 1720 im Barockstil erbaut. Der spätromanische Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert, oder doch erst 14. Jahrhundert, wofür Bauforscher Dirk Schumann aus Berlin jetzt Anhaltspunkte fand, ist noch erhalten. Im Mai 2017 wurde mit den Bauarbeiten zur grundlegenden Sanierung der Kirche begonnen. Jetzt hat sie ein neues Kreuz.

Im ersten Abschnitt wird der Kirchturm neu gedeckt. Dabei werden Decke und Tragwerk mitsaniert und alte Backsteinziegel ersetzt. Am Kirchenschiff werden bis Mitte 2018 das Dach neu eingedeckt und die Traufe saniert. Die Investitionssumme von insgesamt 500.000 Euro wird zu 75 Prozent durch EU-Leader-Mittel zur Entwicklung des ländlichen Raums gefördert. Den Eigenanteil tragen die Gemeinde, das Land Brandenburg und der Förderkreis.

Vor einer Woche kamen rund 130 Hohennauener und Spender aus der Region zur feierlichen Bekrönung zusammen. Die Blattvergoldung des 2,35 Meter hohen, neu gefertigten Kirchenkreuzes glänzte in der Sonne, die der Wolken verhangene Himmel kurz freigab. Das alte, einfache eiserne Kirchenkreuz wird im Innenschiff angebracht.

"Kirchen sind für Christen ein Gotteshaus, ein Denkmal für Touristen und ein Zeichen von Heimat für die Einwohner", sagte Monika Pickenhahn in ihrer kurzen Rede. Im Zuge der Sanierung der Kronleuchter im Kirchenschiff durch Familie Pickenhahn im Jahr 2007 wurden die weiteren Schäden der Dorfkirche festgestellt. Im Jahr 2009 gründete sich der Förderkreis KircheFür das neue Kirchenkreuz sammelten die Mitglieder im Dorf.

"Nahezu jeder wollte etwas dazu geben", so die Förderkreisvorsitzende Monika Pickenhahn. "So kamen Einzelspenden zwischen einem und bis zu 1.000 Euro zusammen. Insgesamt rund 15.000 Euro."

Der 82-jährige Gerhard Pionschenk, der jedes Jahr die Hubertusmesse in der Kirche organisiert, verfasste zur Bekrönung extra eine Ode. Zusammen mit einer aktuellen Tageszeitung, Euro-Münzen, der Spenderliste, einem aktuellen Gemeindeblatt, einer Luftaufnahme der Kirche und den Reden zur Bekrönung erinnert die Ode in zwei Kupferkartuschen kommende Generationen an die Kirchensanierung.

Mit einzeln nummerierten alten Dachziegeln aus dem 18. Jahrhundert, die man gegen eine Spende von zehn Euro erwerben kann, sammelt der Förderkreis weiter Geld zur Sanierung der Dorfkirche. 30 der 100 Ziegelsteine der Kirche wurden zur Bekrönung bereits verkauft. Im zweiten Sanierungsabschnitt sollen die Mauer des Kirchenschiffs trockengelegt sowie die Außenfassade saniert und neu gestrichen werden.

Der Förderkreis Kirche Hohennauen hat ein Spendenkonto DE42 1609 1994 0001 0840 20 bei der Volksbank Rathenow.

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