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Bevölkerung sensibilisieren

Landrat Roger Lewandowski (re.) eröffnete gemeinsam mit der Demografie-Referentin des Landkreises, Sabine Kosakow-Kutscher (2.v.re.), Kinobetreiberin Christl Schneewind und Rathenows Hauptsamtsleiter Jörg Zietmann das Filmfestival.
Landrat Roger Lewandowski (re.) eröffnete gemeinsam mit der Demografie-Referentin des Landkreises, Sabine Kosakow-Kutscher (2.v.re.), Kinobetreiberin Christl Schneewind und Rathenows Hauptsamtsleiter Jörg Zietmann das Filmfestival. © Foto: Euent
Sandra Euent / 13.10.2017, 12:50 Uhr
Rathenow/Falkensee (MOZ) Erstmals findet in diesen Tagen das Europäische Filmfestival der Generationen im Landkreis Havelland statt. Am gestrigen Donnerstag eröffnete Landrat Roger Lewandowski das Festival im Rathenower Haveltorkino. Am heutigen Freitag ist er im Falkenseer Ala-Kino zu Gast.

Am Donnerstag sprach die Demografie-Referentin Sabine Kosakow-Kutscher mit dem Landrat sowie der Kinobetreiberin Christl Schneewind und Rathenows Hauptamtsleiter Jörg Zietemann über den demografischen Wandel im Havelland. Wichtig war den Vertretern der Verwaltungen dabei zu betonen, dass der demografische Wandel nicht nur das Älterwerden der Menschen, sondern auch Wegzug beziehungsweise Ausbleiben des Nachwuchses steht. Das Filmfestival sei ein neuer, anderer Ansatz, die Menschen zu erreichen und für das Thema zu sensibilisieren, so der Landrat. Gespräche in lockerer Runde verspricht sich Jörg Zietemann vom Festival. Es sei gut, auch mal abseits von Ausschüssen und Sitzungen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Schon seit 2010 gibt es im Landkreis das Demografieprojekt, an dem sich auch die Stadt Rathenow von Anfang an beteiligt hat. Die havelländische Kreisstadt hätte unter anderem einen Bewegungspark und spezielle Bänke mit Hilfe des Projekts realisiert, berichtete Zietemann. Roger Lewandowski konnte gar von mehr als 50 Projekten sprechen, die in den vergangenen sieben Jahren im Havelland angestoßen und umgesetzt worden sind.

Christl Schneewind, die seit zwei Jahren in der Optikstadt wohnt und sich inzwischen dort heimisch fühlt, war von der Idee des Festivals gleich angetan. Die Filme, die aus einer umfänglichen Liste des Veranstalters, des Kompetenzzentrums Alter am Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg, zu wählen waren, hätte sie nach zwei Schemas ausgesucht: Entweder sollten jung und alt im Film eine Rolle spielen oder alte Leute sollten etwas machen, dass sonst nur die Jungen tun. Auf diese Weise soll gezeigt werden, dass man eben auch noch im Alter viel erleben kann.

Das Organisationsteam um die Kinobetreiber und Sabine Kosakow-Kutscher wünscht sich auch für die kommenden Tage noch volle Kinosäle. Das Filmfestival zeigt auch heute und morgen im Rathenower Haveltorkino und im Cineplex Ala Falkensee solche Filme, die sich auf irgendeine Weise mit dem Älterwerden oder dem Ältersein beschäftigen. Im Anschluss gibt es immer ein lockeres Gespräch bzw. einen Vortrag mit Experten zum Thema. Für einen schmalen Taler (5 Euro für die Vorstellungen am Nachmittag und am Abend oder sogar kostenfrei (10.00 Uhr) können Menschen aller Generation die Filme des Festivals in den beiden Kinos sehen.

Heute, 13. Oktober, läuft noch um 14.00 Uhr die Komödie "Die Herbstzeitlosen" und um 19.30 Uhr das Drama "Still Alice" (Filmgespräch mit Landrat in Falkensee). Am morgigen Samstag, 14. Oktober, läuft um 10.00 Uhr in beiden Kinos die Komödie "Le Weekend", um 13.00 Uhr in Falkensee und um 14.00 Uhr in Rathenow "Best Exotic Marigold Hotel 2", ebenfalls ein Komödie, und zum Abschluss des Festivals um 16.00 Uhr in Falkensee und um 19.00 Uhr in Rathenow die deutsche Tragikömodie "Honig im Kopf".

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