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Hund stirbt in Pfütze

Olaf, der weiße Schäferhundmischling, kam in einer Pfütze nach einem Stromschlag zu Tode.
Olaf, der weiße Schäferhundmischling, kam in einer Pfütze nach einem Stromschlag zu Tode. © Foto: privat
Patrik Rachner / 13.10.2017, 13:54 Uhr - Aktualisiert 13.10.2017, 15:27
Schönwalde (MOZ) In Schönwalde-Glien ist ein weißer Schäferhund ums Leben gekommen, nachdem er beim Gassigehen in einer großen Wasserpfütze einen tödlichen Stromschlag erlitten hat. Die Besitzer des Hundes sind entsetzt. Nicht nur Anja Heinen hat nun Strafanzeige bei der Polizei gestellt.

Was war genau passiert? In einer Lernpause ist die 15-jährige Tochter von Anja Heinen am Montag dieser Woche gegen 18.30 Uhr mit dem nicht angeleinten und bildschönen Hund "Olaf" spazieren gegangen. In der Richard-Wagner-Straße lief er schließlich ein Stück voraus, schnurstracksin eine Pfütze hinein. Plötzlich fing er den Angaben zufolge zu zittern an, winselte drei Mal laut auf, verkrampfte und fiel schließlich auf die Seite. Er war tot - gestorben in einer Wasserlache. Ina Heinen wusste nicht, wie ihr geschah. Sie rannte hin, ergriff "Olafs" Pfote und schrie auf. Auch sie musste einen empfindlichen Stromschlag hinnehmen. Panisch, aber geistesgegenwärtig holte sie Hilfe, in der Hoffnung, dem Hund könnte noch geholfen werden.

Eine Anwohnerin, die ebenfalls Anzeige erstattet haben soll, rief daraufhin die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte kamen schließlich und bargen den toten Vierbeiner. Sie fanden die Unglücksursache heraus. Laut Angaben von Ordnungsamtsleiter Kurt Hartley sei infolge des Sturms "Xavier" eine Straßenlaterne beschädigt worden, so dass ein Kabel in die Pfütze hineinragte. "Wir haben daraufhin die Leitung kappen beziehungsweise stilllegen und sichern lassen", sagte er am Freitag. Von dem Fall habe die Gemeindefeuerwehr erst am Montag offiziell Kenntnis erlangt. Dass bereits am Freitag davor eine Meldung über die unter Storm stehende Pfütze eingegangen sein soll, konnte er nicht bestätigen. Mit Beginn der Dunkelheit würden die Laternen ohnehin erst angeschaltet und damit unter Strom stehen.

Ina Heinen musste sich im Übrigen im Krankenhaus in Spandau vorsorglich an der Hand behandeln lassen, um sicher zu gehen, dass nichts Schlimmeres zu befürchten stand. "Wir sind sehr froh, dass unserer Tochter nichts passiert ist. Alles andere wäre nicht auszudenken gewesen, schließlich leben in der Umgebung auch andere Kinder, die die Straße als Weg zur Kita nutzen", so Anja Heinen. Hartley. "Natürlich ist Strom immer für den Menschen gefährlich. Gut, dass nicht mehr passiert ist."

Wie dem auch sei, hat die betroffene Familie weitere Aufklärung verlangt, die Trauer um den Verlust des zehn Jahre alten Hundes ist schließlich groß. "Deshalb haben wir auch Anzeige erstattet. Was passiert ist, ist grob fahrlässig und für uns persönlich eine Katastrophe", sagte Anja Heinen. "Wir möchten wissen, wer dafür verantwortlich ist."

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