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Eberswalder Footballer empfangen Sonnabend die Erkner Razorbacks zum 4. BarnimBowl

Die Warriors sind heiß

Einstimmung zum BarnimBowl: Die Eberswalder Warriors sind bereit für das Match gegen die Erkner Razorbacks.
Einstimmung zum BarnimBowl: Die Eberswalder Warriors sind bereit für das Match gegen die Erkner Razorbacks. © Foto: Verein
Dirk Schaal / 13.10.2017, 17:14 Uhr
Eberswalde (MOZ) Zum 4. BarnimBowl laden am Sonnabend, 18 Uhr, die American Footballer von den Eberswalder Warriors auf die Sportanlage am Finower Wasserturm ein. Gegner zum Saisonausklang sind die Erkner Razorbacks.

Auch wenn der nun schon bereits vierte BarnimBowl der Footballer der Eberswalder Warriors Saisonausklang außerhalb des Landesligabetriebes ist, misst Headcoach René Lüdecke diesem Spiel eine große Bedeutung bei. "Das ist nicht nur ein Schaulaufen nach der Saison, sondern der BarnimBowl hat sicherlich auch spielerisch einiges zu bieten", erklärte der Eberswalder.

"Ganz haben wir unser gestecktes Ziel nicht erreicht, aber mit der abgelaufenen Saison können wir trotzdem recht zufrieden sein", zog Lüdecke ein Resümee des diesjährigen Warrior-Auftritts in der Landesliga Nord. Platz zwei sollte es werden, der dritte Rang ist es am Ende geworden. Besonders geärgert haben den Eberswalder Headcoach die beiden vermeidbaren Niederlagen gegen die Vorpommern Vandals. Im hohen Norden hieß es 36:16 für die Wolgaster und auch in Eberswalde behielten sie mit 20:8 die Oberhand. Damit holten sich die Vandals den zweiten Platz hinter den ungeschlagenen Tollense Sharks. Ihrer Favoritenrolle wurden die Sharks auch in den Playoffs gerecht. Im Finale um den Oberligaaufstieg ließen sie den Wernigerode Mountain Tigers mit einem 60:0 nicht die Spur einer Chance.

In der Runde der besten Landesligisten kämpften auch die Erkner Razorbacks um den Aufstiegsplatz. Die Meisterschaft beendeten die Brandenburger ungeschlagen auf Platz eins der Landesliga Mitte. Im Playoff mussten sie aber bald nach einer 0:33-Pleite gegen die Chemnitz Crusaders die Segel streichen. "Es ist für uns eine sehr interessante Begegnung. So können wir sehen, wie wir im Vergleich zu anderen Aufstiegskandidaten stehen", sagte Lüdecke. Denn selbstgestecktes Ziel der Eberswalder ist es, in absehbarer Zeit den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen. Und der wird vermutlich auch über die Erkneraner führen müssen. Die sind außerdem für ihre sehr robuste Spielweise bekannt und haben eine besonders starke Defensive. "Der Gegner wird uns definitiv alles abfordern. Wir haben uns in Ruhe Videos angeschaut und Erkner ganz gut analysieren können", verriet Lüdecke.

Bisher waren die Warriors als die Dauerläufer der Liga gut bekannt. "Ich glaube, kein anderes Team kommt auf so ein Laufpensum im Spiel wie wir. Das ist und war definitiv unsere Stärke. Doch das ist natürlich auch sehr kräftezehrend", erklärte der Warriors-Headcoach. Mit mehr Passspiel wollen die Eberswalder in der nächsten Saison Kräfte sparen und so auch ihr eigenes Spiel schneller und überraschender gestalten. "Derzeit ist unser Spiel in etwa 70 Prozent Lauf und 30 Prozent Passspiel aufgeteilt. Das Verhältnis wollen wir jetzt in ein 60 Prozent Lauf zu 40 Prozent Pässe ändern. So werden wir variabler", erklärte Lüdecke. Einen Teil der neuen Taktik, die wesentlich umfangreicher ist als der Headcoach verraten wollte, wird man schon gegen Erkner in Augenschein nehmen können. Den Feinschliff dazu wollen sich die Warriors in der Winterpause holen.

Doch weit mehr als nur der sportliche Saisonabgesang ist der nun schon vierte BarnimBowl. "Ich denke, die Zuschauer werden auch neben dem Platz voll auf ihre Kosten kommen. Es wird die Glühweinsaison eröffnet und daneben wird es allerhand andere Angebote für die ganze Familie geben", berichtete Lüdecke. Eine besondere Atmosphäre wird durch die einzige Flutlicht-Begegnung der Footballer sowieso entstehen. Eine "Spielermama" hat die Zeit zwischen den BarnimBowls wieder dazu genutzt, um ordentlich Nachschub an den beliebten Pudelmützen zu stricken. "Die gehen für einen schmalen Taler sicher wieder weg wie warme Semmeln. Im letzten Jahr habe ich mir gleich drei Stück gegönnt", verriet der Eberswalder Headcoach. Das Geld dafür kommt in die Mannschaftskasse der Nachwuchs-Warriors.

Nachwuchs, da muss auch René Lüdecke nochmal nachhaken. "Jeder, der will, ist bei uns gern gesehen." Damit meint er jedoch nicht nur Teenager, auch als 30-Jähriger kann man im American Football nochmal voll durchstarten. "Der Älteste bei uns ist 44, der Schwerste wiegt 160 Kilo, der Leichteste 70 Kilo - wir haben Platz für alle", ließ Lüdecke wissen.

Derzeit trainieren die Warriors mittwochs und sonntags noch auf der Anlage am Finower Wasserturm. Wenn es kälter wird, ziehen sie in Sporthallen um. Wer sich ein Bild machen möchte, was in dieser Sportart alles so gefordert wird, der kann dies am Sonnabend ab 18 Uhr auf dem Sportplatz am Wasserturm.

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