Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Altlandsberger Handballerinnen treffen im Duell der Enttäuschten auf den VfL Stade

Team will Talfahrt stoppen

So viel Einsatz wird auch in Stade erwartet: Handballerinnen des MTV Altlandsberg treten in Stade beim Tabellenletzten an. Bernadet Mudri (beim Wurf) will und muss mit ihrer Mannschaft in diesem Kellerduell gewinnen.
So viel Einsatz wird auch in Stade erwartet: Handballerinnen des MTV Altlandsberg treten in Stade beim Tabellenletzten an. Bernadet Mudri (beim Wurf) will und muss mit ihrer Mannschaft in diesem Kellerduell gewinnen. © Foto: MOZ/Edgar Nemschok
Georgios Tsapanos / 13.10.2017, 18:41 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Die Handball-Frauen des MTV Altlandsberg befinden sich in einer schwierigen Position. Der Start in die Saison der 3. Liga ging völlig daneben und nun fehlt auch noch ein Trainer. Am Sonnabend spielen sie gegen den VfL Stade.

Beim Duell der MTV-DrittligaFrauen gegen die Vertretung des VfL Stade gibt es nichts zu beschönigen: Wer verliert, steckt endgültig knietief im Abstiegskampf. Kein Wunder, dass beide Mannschaften am Sonnabend ab 16 Uhr alles daransetzen werden, es genau so weit nicht kommen zu lassen.

Es ist nicht die erste Saison, in die die MTV-Frauen mit einem 0:6 auf dem Konto starten. 2014/15 war es auch schon so gewesen. Sie beendeten jene Spielzeit auf einem Abstiegsplatz und konnten die Klasse nur in Folge einer überraschend angesetzten Relegation und dank der Reaktivierung Janin Hetzers halten. MTV-Handball-Abteilungsleiter Thomas Klatt bringt das Fazit aus dieser Erfahrung schonungslos auf den Punkt: "Diesen Nervenkrieg braucht keiner zweimal!"

Deshalb, und obwohl er wahrlich nicht unter mangelnder Beschäftigung leidet, ist Thomas Klatt zum zweiten Mal als Interims-Trainer der MTV-Frauen unterwegs. Nachdem Verein und Ex-Trainer Andy Nötzel nach der Niederlage gegen SV Grün-Weiß Schwerin am letzten Wochenende einvernehmlich beschlossen hatten, getrennte Wege zu gehen, soll es bei der aktuellen Trainersuche keine Schnellschüsse geben.

"Wir haben eine junge Mannschaft viel versprechender Talente", erläutert Team-Manager Wolfram Eschenbach die Lage. "Der künftige Trainer oder die künftige Trainerin müssen aus diesen Solistinnen weiter eine Einheit formen. Es hat bereits erste, interessante Gespräche gegeben, aber es gibt noch keine Entscheidung. So misslich die derzeitige Situation auch sein mag, eine übereilte Entscheidung würde nichts besser machen."

Also hat Thomas Klatt als Übungsleiter übernommen, um sich als Abteilungsleiter den notwendigen Freiraum zu schaffen. Dabei verbietet es allein ein Blick in die Historie, von einer Notlösung zu sprechen. Als er das letzte Mal als Frauen-Coach einsprang, das war zu Beginn der Saison 2016/17, starteten die Frauen mit vier Siegen und 8:0 Punkten in die Serie und wurden am Ende Dritte der Ost-Staffel, übertrumpft nur von den beiden späteren Aufsteigern Füchse und Kirchhof.

Thomas Klatt: "Ich denke, es ist uns gelungen, durch das Training der vergangenen Woche und mindestens so sehr auch durch Gespräche die Blockade im Kopf der Mannschaft zu lösen. Sie werden in Stade alles daransetzen, um auch zu gewinnen."

Was, einmal von der Trainersituation abgesehen, wohl wortgleich auch von den Kolleginnen aus dem Norden der Republik so unterschrieben werden könnte. Die Handballerinnen aus der an der Unterelbe gelegenen Hansestadt in unmittelbarer Nähe zu Hamburg (ca. 35 Kilometer) sind sogar noch schlechter gestartet als der MTV. Sie haben bereits vier Partien hinter sich und alle vier verloren, weshalb sie und nicht Altlandsberg derzeit die ungeliebte Rote Laterne der Staffel hüten.

"Wir machen uns da überhaupt nichts vor", gibt Thomas Klatt zu Protokoll. "Unsere Partie gegen Stade ist ohne Zweifel die dramatischste Begegnung des Spieltages. Nirgendwo sonst geht es für beide Teams um so viel. Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie dennoch die Nerven behält, Charakter und Kampfgeist beweist und den unbedingten Siegeswillen an den Tag legt. Wir müssen gewinnen."

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG