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Veltener beklagen sich über fehlende Wahlunterlagen

Briefwahlunterlagen nicht zugestellt

Damit auch jeder sein Kreuz machen kann, stellten anstelle der Postboten Mitarbeiter der Stadt die fehlenden Briefe zu.
Damit auch jeder sein Kreuz machen kann, stellten anstelle der Postboten Mitarbeiter der Stadt die fehlenden Briefe zu. © Foto: HGA
Roland Becker / 13.10.2017, 18:54 Uhr
Velten (HGA) Seit Anfang der Woche haben sich im Wahlamt des Veltener Rathauses die Beschwerden darüber gehäuft, dass die beantragten Unterlagen für die Stichwahl ums Bürgermeisteramt nicht angekommen sind. Stadtsprecherin Ivonne Pelz bestätigte, dass bis Wochenbeginn gut zehn Beschwerden eingegangen waren, am gestrigen Freitag seien es aber schon an die 30 gewesen. Bei rund 1 400 abgesandten Unterlagen klingt das zwar wenig. Andererseits betrifft es gut zwei Prozent der Briefe. Vor der Wahl am 24. September sei keine einzige Nachfrage wegen fehlender Post eingegangen, weiß Pelz.

In beiden Fällen war das Neuruppiner Unternehmen Turbo Post mit dem Zustellen der Post beauftragt. "Dort hat man uns gesagt, dass alles raus ist. Bei der Turbo Post weiß man nicht, woran es liegt", hat die Stadt laut Pelz auf Nachfrage erfahren. Auffällig sei, dass sich die vermissten Briefe übers gesamte Stadtgebiet verteilen. "Manchmal hat nur eines von zwei Familienmitgliedern den Brief bekommen", hat die Stadtsprecherin erfahren.

Auch dieser Zeitung gegenüber konnte die Turbo Post das Rätsel nicht lösen. Anfangs versuchte Kundenbetreuer Sven Issler das Vermissen der Briefe damit zu erklären, dass die Betroffenen beim Entleeren des Postkastens nicht bemerkt hätten, dass der Brief in die Zeitung gerutscht sei und alles entsorgt hätten. Das würde allerdings mindestens zwei Voraussetzungen erfordern: Alle Betroffenen haben eine Zeitung abonniert, die sie ungelesen wegschmeißen. Dass das 30 Mal der Fall war, ist kaum zu vermuten. Auffällig auch: Vor dem ersten Wahlgang ist dieses Missgeschick offensichtlich niemandem passiert.

Issler versicherte, dass die Turbo Post den Reklamationen nachgehe. Mit den fünf Veltener Zustellern sei bereits gesprochen worden. Was darüber hinaus konkret unternommen wird, konnte Issler nicht sagen.

Was der Turbo Post offensichtlich nicht gelang, hat die Stadtverwaltung in Eigenregie nachgeholt. Laut Pelz wurden die Wahlbriefe nun von Rathausmitarbeitern direkt zugestellt. Damit ausgeschlossen werden kann, dass die Betroffenen die Unterlagen doch zweimal erhalten haben könnten, wurden deren Nummern im Wählerverzeichnis auf einer Liste vermerkt. Alle zurückgesandten Wahlbriefe werden damit auf Doppelwähler überprüft.

Wer kurzfristig feststellt, dass er keine Unterlagen erhalten hat, kann sich am Sonntag von 8 bis 15 Uhr bei Wahlleiterin Ulrike Brauer im Bürgerservice, Rathausstraße 17, melden.

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