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Ehrenamtliche auch hierfür gesucht

Hüfnerhaus eröffnet ein Computercafé

© Foto: MOZ/Jörn Tornow
Ruth Buder / 13.10.2017, 19:13 Uhr
Beeskow (MOZ) Das Hüfnerhaus in der Adrianstraße wird immer mehr zum Treffpunkt von Beeskower Bürgern. Die neuste Idee für Zusammenkünfte ist ein Computercafé, das am 22. November starten wird.

"Es wäre wirklich schön, wenn wir für unser Computercafé auch Schüler begeistern könnten", wünscht dich Barbara Buhrke, die Leiterin der Ehrenamtszentrale. Die Idee für das Computercafé sei gemeinsam mit dem Beeskower Seniorenbeirat entwickelt worden. "In gemütlicher Atmosphäre, bei einer Tasse Kaffee, wollen wir vor allem älteren Menschen Gelegenheit geben, sich am Computer zu üben", erklärt Barbara Buhrke. Dabei könne einer vom anderen lernen, auch Experten würden hinzugezogen. "Bedingung ist allerdings, dass jeder seinen Laptop oder sein Tablet mitbringt." Ideal wäre natürlich, wenn es Spender für solche Geräte gebe, die im Hüfnerhaus verbleiben könnten.

Seit gut einem halben Jahr ist Barbara Buhrke angetreten, die Arbeit von Ehrenamtlichen zu steuern und Ehrenamtliche zu gewinnen. Derzeit geht sie vor allem "Klinken putzen", stellt sich vor, unterbreitet Angebote und will wissen, wo Ehrenamtliche helfen könnten. Im Moment werden noch mehr Ehrenamtliche gesucht, als sie vermitteln kann. Der Verein Beeskomm benötigt Begleiter, die mit den psychisch kranken Bewohnern spazieren gehen, mit ihnen basteln oder singen. Auch das DRK sucht ehrenamtliche Ausbilder, die Erste-Hilfe-Lehrgänge durchführen. Eine Schulung wird gewährleistet. Das Netzwerk "Gesunde Kinder" benötigt Familienlotsen, Menschen die Familien mit Kindern unterstützen möchten. Das Familienzentrum kann jemanden für einen Kindersportkurs gebrauchen, das Rouanet-Gymnasium Kursleiter für die Arbeitsgemeinschaften Veranstaltungstechnik, Angler und Arbeiten mit Holz. Auch das Musikmuseum würde sich über ehrenamtliche Helfer freuen.

"Und immer wieder suchen wir Paten für Flüchtlingsfamilien", sagt Barbara Buhrke, die selbst auch eine Familie regelmäßig besucht. "Man wird sehr herzlich aufgenommen, die Familien sind sehr gastfreundlich." Vor allem für das Zurechtkommen im deutschen Alltag würde Unterstützung gebraucht. "Da hilft es schon, wenn man einmal in der Woche eine Stunde Zeit hat, um miteinander deutsch zu üben und kleine Hilfestellungen zu geben."

Kontakt zu Barbara Buhrke: Tel. 0152 09418177

Kommentar: Es kommt immer etwas zurück

Fast allen Menschen geht es so: Wenn man etwas Gutes getan hat, einem anderen geholfen hat, fühlt man sich in der Regel selbst gut. Die Freude, die man gibt, kehrt zurück. Das ist auch so bei Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, ganz selbstlos für andere da sind. Sie geben etwas von ihrem Wissen, ihren Talenten weiter oder widmen einfach nur einen Teil ihrer Zeit anderen Menschen: Kindern, Alten, Kranken, Behinderten, aber auch den Familien, die aus ihren Heimatländern geflüchtet sind.Sie bleiben fremd in unserem Land, wenn sie nicht einbezogen werden. Alle Paten loben ihre große Gastfreundschaft, man wird sofort zum Tee oder Kaffee eingeladen. Und auch das passiert: Eine syrische Frau, die in einer Sportgruppe mitmacht, legt dort sogar ihr Kopftuch ab ... Es sind neben der Sprache gerade die kleinen Hürden im Alltag, die Kopfzerbrechen bereiten können und bei denen man unkompliziert helfen kann. Zum Beispiel beim Deuten der Speisezettel der Kita oder der Schule.Auch wenn die Flüchtlinge vielleicht eines Tages in ihre Heimat zurückkehren, Hilfe ist nie umsonst. Auch die guten Menschen werden ihnen in Erinnerung bleiben. Ruth Buder

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