Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Kreis investiert 30 Millionen Euro

Oberhavels Haushaltsentwurf 2018 liegt vor, darin ist Geld für Schulen geplant.
Oberhavels Haushaltsentwurf 2018 liegt vor, darin ist Geld für Schulen geplant. © Foto: picture alliance / Oliver Berg/d
Burkhard Keeve / 13.10.2017, 19:50 Uhr
Oranienburg (OGA) Sprudelnde Steuereinnahmen bei den Städten und Kommunen bescheren auch dem Landkreis Oberhavel ein Einnahmeplus. Gleichzeitig sinken die Ausgaben des Kreises. Das geht aus dem Haushaltsentwurf 2018 hervor.

Demnach ist der Gesamthaushalt für 2018 ausgeglichen und umfasst laut Entwurf 426Millionen Euro, knapp 15,5Millionen Euro weniger als 2017. Gleichwohl beabsichtigt der Landkreis nach Angaben seines Kämmerer, Jan-Christian Hübsch, hohe Summen zu investieren.

Rund 30MillionenEuro sollen nächstes Jahr ausgegeben werden. Der größte Anteil in Höhe von 15,3 Millionen Euro fließt dabei in kreiseigene Schulen. Auch für die Jahre 2019 und 2020 seien ähnlich hohe Investitionen vorgesehen. Hübsch sprach von Ausgaben in Höhe von 51,6MillionenEuro. Bedient werden sollen die Investitionen aus Überschuss, den die Konten des Landkreises aufweisen. 2016 lag er bei 93,5Millionen Euro, teilte Kämmerer Hübsch am Donnerstagabend den Mitgliedern des Kreis-Finanzausschusses mit. Bis 2021 soll diese Summe durch langfristig geplante Investitionen auf "rund zehn MillionenEuro abgeschmolzen werden", so Hübsch.

Da 2018 die Ausgaben beim Kreis zurückgehen, soll auch die Kreisumlage in Oberhavel nächstes Jahr deutlich sinken. Das sind Zahlungen, die Kommunen an den Kreis leisten müssen. Der Hebesatz fällt nahezu um einen ganzen Prozentpunkt. Seit 2014 lag die Kreisumlage konstant bei 35,47Prozent. Jetzt soll der Hebesatz auf 34,50Prozent festgelegt werden.

Dennoch müssen Städte und Gemeinden wegen ihrer positiven Einnahmeentwicklung rund 600000Euro mehr an den Kreis bezahlen. Insgesamt macht die Umlage rund 92,5Millionen Euro aus. Das Geld benötigt die Verwaltung für öffentliche Aufgaben. Dazu gehören das Jobcenter, die Jugendhilfe und die Grundsicherung im Alter. Noch ist der vorgelegte Haushalt ein Entwurf. Dass überhaupt schon Eckdaten bekannt wurden, war ein Versehen der Verwaltung. Eigentlich sollte der Haushaltsplan erst am Mittwoch öffentlich werden.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG