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Dax nach fünf schwachen Tagen wieder im Plus

Der Dax-Schriftzug im Börsensaal der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main.
Der Dax-Schriftzug im Börsensaal der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main. © Foto: Arne Dedert/dpa
dpa-infocom / 16.11.2017, 18:30 Uhr - Aktualisiert 16.11.2017, 18:14
Frankfurt/Main (dpa) Nach fünf verlustreichen Börsentagen und dem Fall des Dax unter die Marke von 13 000 Punkten haben Investoren am Donnerstag wieder etwas mehr Mut gefasst.

Zum einen legte der Eurokurs in seiner Aufwärtsbewegung eine Pause ein, zum anderen betrachteten Anleger die niedrigeren Kurse schon wieder als Schnäppchen. Der Dax legte um 0,55 Prozent auf 13 047,22 Punkte zu und stabilisierte sich damit wieder über 13 000 Punkten. Der zuletzt starke Eurokurs fiel wieder unter 1,18 US-Dollar zurück. Eine schwächere Gemeinschaftswährung kann die Exportchancen deutscher Unternehmen verbessern.

Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 1,15 Prozent auf 26 463,29 Punkte stärker vor als der Dax. Der Technologiewerte-Index TecDax brachte es sogar auf einen Zugewinn von 1,96 Prozent auf 2506,22 Punkte. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,51 Prozent höher.

Die Deutsche Bank und die Commerzbank bauten die Kursgewinne vom Vortag aus. Papiere der Deutschen Bank stiegen um 2,63 Prozent und die der Commerzbank um 1,6 Prozent. Der Einstieg des Investors Cerberus bei der Deutschen Bank hatte am Vortag erneut Spekulationen angeheizt, der Investor könne auf eine Fusion des Instituts mit der Commerzbank drängen, an der er ebenfalls beteiligt ist.

Größter Verlierer im Dax waren Aktien von RWE mit einem Abschlag von 1,98 Prozent. Angesichts einer immer näher rückenden möglichen Entscheidung über die Zukunft der Kohleverstromung in Deutschland gingen Anleger erneut in Deckung.

Der Elektrokonzern Siemens will wegen der Probleme in der Kraftwerks- und in der Antriebssparte weltweit rund 6900 Jobs streichen. An der Börse wurde die Nachricht verhalten positiv aufgenommen, der Kurs legte um 0,87 Prozent zu.

Papiere von HHLA brachen um 12,49 Prozent ein. Die Investmentbank Kepler Cheuvreux hatte bei der in diesem Jahr sehr gut gelaufene Aktie des Hamburger Hafenbetreibers zu Gewinnmitnahmen geraten. Im Sog der HHLA rutschten Papiere von Hapag-Lloyd um 8,07 Prozent ab.

Von einem optimistischen Ausblick des US-Netzwerkausrüsters Cisco Systems wurden die Papiere von Adva Optical stark nach oben getrieben. Sie gewannen 12,58 Prozent. Allerdings war der Kurs zuvor seit Ende April um mehr als die Hälfte eingebrochen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,19 Prozent am Mittwoch auf 0,21 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,14 Prozent auf 141,40 Punkte nach. Der Bund Future verlor 0,06 Prozent auf 162,70 Punkte. Den Referenzkurs für den Euro hatte die Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,1771 (Mittwoch: 1,1840) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8495 (0,8446) Euro.

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