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Frankfurter Planungsbüro hat möglichen Ablaufplan für Oderberg präsentiert / Refinanzierung dauere mehr als zehn Jahre

Konzept für Straßenbeleuchtung vorgestellt

Julia Lehmann / 11.11.2017, 06:33 Uhr
Oderberg (MOZ) Die Barnimer Energiegesellschaft hat einen ersten groben Plan vorgestellt, wie Oderberg wieder zu funktionstüchtiger Straßenbeleuchtung kommen kann. In einigen Bereichen, besonders in den Straßenzügen am Friedenshain oder in der Straße der Jugend, sind viele der Lampen defekt. Gerade in der dunklen Jahreszeit ein Problem.

In der jüngsten Oderberger Stadtverordnetenversammlung waren Thomas Simon, Geschäftsführer der BEG, und Klaus Jentsch vom beauftragten Ingenieurbüro für Elektrotechnik aus Frankfurt (Oder) zu Gast, um Bürgern und Stadtvertretern einen möglichen Ablaufplan vorzustellen. Eine Bestandsaufnahme samt Kataster-Nummerierung hat ergeben, dass 105 von 416 Lichtpunkten, wie Jentsch die einzelnen Laternen nennt, nicht mehr in Betrieb sind. "20 Prozent sind defekt", schlussfolgert er. Zudem sind die Beton- und Stahlmasten - zum Teil noch aus DDR-Zeiten -, in sehr schlechtem Zustand, an der Verschraubung hat sich Korrosion gebildet. Es müsse ein Maßnahmeplan für eine schrittweise Modernisierung erfolgen.

Der Ablaufplan, den Jentsch skizziert, sieht vor, zunächst jede Straßenleuchte zu inspizieren. Dort, wo es geht, sollen lediglich die alten Leuchtmittel gegen LED getauscht werden. Die Lampen, die gar nicht mehr gebraucht werden, sollen zurückgebaut werden. Die Masten, die in völlig desolatem Zustand sind, müssen gänzlich getauscht werden. Die Stadt muss also in diesem Zusammenhang darüber entscheiden, welche Straßen gänzlich neue Lichtpunkte erhalten und sich auf den technischen Standard einigen, also auch, welcher Lampentyp es werden soll.

Der zeitliche Plan soll bereits im ersten Quartal 2018 mit der Ausschreibung beginnen, erklärt Klaus Jentsch weiter. Rückbau der schlechtesten Masten und Neuaufbau in der Gegend am Friedenshain könnten dann im zweiten Quartal erfolgen. Danach wäre der Fontaneplatz dran. Im Anschluss könnte die Modernisierung der Bestandsstraßenbeleuchtung erfolgen.

Im ersten Quartal des Jahres 2019 soll eine zweite Phase mit dem Rückbau alter Masten folgen sowie der Tausch von Leuchtmitteln. Das würde wohl bis ins dritte Kalenderquartal andauern. Da zunächst die Anliegerbeiträge mit dem Amt Britz-Chorin-Oderberg ermittelt werden müssen, kann erst im nächsten Jahr mit den Ausschreibungen begonnen werden, erklärt Thomas Simon. Aber bereits in der Dezemberversammlung (13.12.) könnten die Abgeordneten die Satzung zum Straßenbeleuchtungsbauplan beschließen, kündigt Amtsdirektor Jörg Matthes an. Die Refinanzierung des Umbaus werde wohl mehr als zehn Jahre dauern, sagt Thomas Simon. Sie erfolge über die Einsparungen bei den Betriebskosten, die nach Erneuerung sinken dürften.

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