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Ihrkes Ära als Landrat endet am 3. Mai 2018

Hans Still / 12.11.2017, 21:05 Uhr
Bernau/Eberswalde (MOZ) Eine Ära neigt sich dem Ende zu: Der Barnimer Landrat Bodo Ihrke (62) hat am Freitagabend beim Unterbezirksparteitag der SPD in Eberswalde erklärt, nach dem Auslaufen seines Dienstvertrages im Mai 2018 nicht zur Wiederwahl antreten zu wollen. Ihrke ist mit 28 Dienstjahren dienstältester Landrat im Land. Der Barnimer SPD bleibt somit nicht viel Zeit zur Auswahl eines Kandidaten für das Landratsamt. Einhundert Tage vor der Wahl müssen Interessenten ihre Bewerbungen abgegeben haben. Seit 2010 werden die Landräte direkt gewählt. Doch rund drei Viertel der Direktwahlen, die seither stattfanden, scheiterten an zu geringer Wahlbeteiligung. Ob die Direktwahl der Landräte nach dem Aus der Kreisgebietsreform ebenfalls gekippt wird, ist eines der Themen, über die die Rot-Rote-Landesregierung aktuell entscheiden will. Wird eine Direktwahl des Landrates durch zu geringe Bürgerbeteiligung ungültig, sind anschließend die Kreistage gefordert. Im April 2010 hatte Ihrke nach einem Patt im Kreistag das Losglück auf seiner Seite, er wurde wieder Landrat.

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Wolfgang Dr. Unger 13.11.2017 - 19:16:19

28 Dienstjahre sind 20 Dienstjahre zuviel!

Ich bin für eine maximale und einmalige Dienstzeit von 8 Jahre; auch bei den hauptamtlichen Bürgermeistern. Mehr Dienstjahre tun der Demokratie und Politik nicht gut, wie die Erfahrung auf allen Ebenen einer demokratisch organisierten Gesellschaft gezeigt hat. Im Sinne von Erhalt und Ausbau von mehr direkter Bürgerbeteiligung bin ich für die Beibehaltung der Direktwahl der Landräte. Eine grundsätzliche Verlagerung der Wahl auf die Kreistage halte ich für einen Abbau von Demokratie und kontraproduktiv für den Abbau von Politikverdrossenheit!

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