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Freiwillige Feuerwehren des Amtes Britz-Chorin-Oderberg testen Einsatzbereitschaft und Zusammenarbeit

Retter im Übungseinsatz

Matthias Wagner / 13.11.2017, 21:00 Uhr
Lunow/Lüdersdorf (MOZ) Übung macht den Meister. Vor diesem Hintergrund haben Ortsfeuerwehren des Amtes Britz-Chorin-Oderberg am Sonnabend eine großangelegte Übung durchgeführt. Der Schwerpunkt lag auf dem Zusammenwirken der einzelnen Wehren und dem Rettungsdienst bei Gefahrensituationen.

Ort des Geschehens war das Areal der Agrargenossenschaft Lüdersdorf in Steinberg. Die Alarmierung erfolgte unter dem Stichwort "VU Klemm". Bis zum Ertönen des Einsatzsignales wusste niemand von der geplanten Aktion. Im nachgestellten Unfall waren ein Traktor und zwei Autos verwickelt.

Durch die angenommene Wucht des Zusammenpralls kam ein Vorderrad des Traktors auf der Motorhaube eines der beteiligten Wagen zum Stehen und hatte diese vollkommen eingedrückt. Der Traktorführer blieb unverletzt. Anfänglich war bei der Alarmierung für die Einsatzkräfte davon auszugehen, dass niemand im Fahrzeuginnern eingeklemmt wurde, was sich allerdings beim Eintreffen vor Ort als Irrtum herausstellte. Alarmiert wurden zunächst die Freiwilligen Feuerwehren in Lüdersdorf, Stolzenhagen, Parstein und Lunow.

In beiden von einem nahegelegenen Autohaus zur Verfügung gestellten Fahrzeugen wurden schwer eingeklemmte Personen vorgefunden, die es zu bergen galt. Da den gerufenen Wehren aber keine entsprechende Spreiz- und Scherentechnik zur Verfügung stand, musste die Wehr aus Oderberg nachalarmiert werden, die wenige Minuten später eintraf.

"Diese technischen Hilfsmittel sind sehr kostenintensiv und können daher nicht für jeden Ort angeschafft werden", erläuterte Solveig Spann, Leiterin des Ordnungsamtes im Amt Britz-Chorin-Oderberg. Das Übungsszenario wurde ausgewählt, weil es auf ländlichen Straßen jederzeit zu schweren Unfällen kommen könne. Es sei daher notwendig, eine gewisse Routine im Umgang mit schwerem Rettungsgerät zu trainieren, ergänzte die Fachdienstleiterin. Weiterhin galt es, zügig und effektiv eine Führungsstruktur aufzubauen und die Kommunikation sicherzustellen.

Die Koordination der Einsatzvorbereitung stand unter der Leitung von Christian Tietsch, zweiter stellvertretender Amtswehrführer des Amtes Britz-Chorin-Oderberg. "Laut Brandschutzgesetz sind wir verpflichtet, einmal jährlich eine solche Übung durchzuführen", erklärte er.

Als Verletzte kamen Alexander Bartz und David Lindhorst aus Britz zum Einsatz. Beide wurden kunstvoll geschminkt und spielten ihre Rollen glaubhaft. Trotz der modernen und schweren Technik bedurfte es einiger Mühe, die Verletzten aus den Fahrzeugen herauszuschneiden und zu bergen. Auch Jörg Brüssow legte Hand an und durchtrennte mit den Scheren fachgerecht die Holme, um das Autodach zu entfernen.

Insgesamt waren mehr als 50 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz. Dass am Ende alles zufriedenstellend verlief, freute auch Torsten Seefeld, Ortswehrführer in Niederfinow, der als interessierter Beobachter das Geschehen verfolgte und für die Amtswehrführung dokumentierte. In solchen Situationen müsse man schnell und mit kühlem Kopf die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen, so der erfahrene Feuerwehrmann. Eine Auswertung der gesamten Übung auf Amtsebene soll im Laufe dieser Woche erfolgen.

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