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Ausschuss befürwortet Variantenvergleich zum Erhalt des Feuerwehrgerätehauses Niederfinow

Amt prüft Optionen

Status Quo: In diesem Feuerwehrgerätehaus am Finowkanal lagert zur Zeit Ausrüstung und Technik der Niederfinower Einsatzkräfte. Das Amt will nun in die Wehr investieren.
Status Quo: In diesem Feuerwehrgerätehaus am Finowkanal lagert zur Zeit Ausrüstung und Technik der Niederfinower Einsatzkräfte. Das Amt will nun in die Wehr investieren. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Julia Lehmann / 14.11.2017, 06:00 Uhr
Niederfinow (MOZ) Bereits im Jahr 2012 war im Gefahrenabwehrbedarfsplan (GABP) des Amtes Britz-Chorin-Oderberg die bauliche Funktion des Feuerwehrgerätehauses in Niederfinow als nicht ausreichend eingestuft. Um mangelhafte Punkte wie die Unterschreitung der Unfallverhütungsvorschriften, die fehlenden sanitären Anlagen, die Größe des Schulungs- und Aufenthaltsraums und die fehlenden Alarmparkplätze auf die Bedürfnisse der Region anzupassen, ist das Amt also gezwungen, zu handeln.

Der Ausschuss hat deshalb in seiner jüngsten Zusammenkunft einen Variantenvergleich einstimmig beschlossen. Dieser beinhaltet, zwei Möglichkeiten des Standorterhalts auf Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Eine erste Variante sieht den Erhalt des derzeitigen Standortes in der Ortsmitte am Finowkanal mit Anbau eines Sanitär- und Schulungstraktes vor. Eine zweite Möglichkeit wäre ein Neubau. Dieser könnte laut Beschlussvorlage auf dem Hilligesplatz in Niederfinow entstehen.

Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Niederfinow waren zum Ausschuss gekommen, um die Entscheidung mitzuverfolgen. Günther Gollner, Niederfinows Bürgermeister, war froh über den Ausgang der Abstimmung. "Ich freue mich, dass die Zustimmung so groß ist", sagte er. Zuletzt sei er frustriert darüber gewesen, wie man mit der Feuerwehr in seinem Ort umgegangen war. Er bemängelte aber, dass man das Anliegen mit einer Variantenprüfung auf die "lange Bank schieben" würde. Mit zwei Schiffshebewerken im Ort sowie einem Hotel sei eine funktionierende Feuerwehr sehr wichtig, so Gollner. Von den Bauwerken gehe ein besonderes Gefahrenpotenzial aus. "Durchbrechen Sie die schlimme Phase für Niederfinow", appellierte er an seine Kollegen.

Thomas Polster, Ortsvorsteher von Golzow, legte ebenso ein gutes Wort für die Niederfinower Wehr ein. "Die Feuerwehr hat eine neue Qualität ihrer Aufgabe erreicht", sagte er und spielte darauf an, dass der Standort vor einigen Jahren schon kurz vor der Auflösung stand. Deshalb war bislang auch nicht in bauliche Maßnahmen investiert worden. Mit der neuen Ortswehrführung unter Torsten Seefeld sind neue Kräfte hinzugewonnen worden, heißt es auch in der Beschlussvorlage. Niederfinow zähle somit wieder zur stärksten Wehr im Amtsgebiet. Auch eine Jugendfeuerwehr konnte erneut gebildet werden. Sie genieße kreisweit Anerkennung, merkte Amtsdirektor Jörg Matthes an. Der Erhalt des Standortes sei auch deshalb wichtig, um die Hilfsfrist einzuhalten. Diese beinhaltet die Zeit, in der die Feuerwehr am Schadensort eintreffen muss. Das geht nur, wenn mehrere Einheiten gleichzeitig und entsprechend der Ausrückeordnung aktiv werden. Bei eingeschränkter Tageseinsatzbereitschaft und geringer Mannschaftsstärke sei jede verfügbare Kraft nötig. Voraussetzung dafür sei wiederum eine gute Ausstattung.

Solveig Spann, Leiterin des Ordnungsamts kündigte an, dass frühestens in der März-Sitzung des Amstausschusses mit einem Ergebnis des Vergleichs gerechnet werden kann.

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