Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Brandenburgliga-Handballer des 1. SV Eberswalde unterliegen Berolina Lychen unglücklich mit 24:25

Sekunden fehlen zum ersten Punkt

Kein Durchkommen: Der Eberswalder Paul Glase wird von der Lychener Abwehr in die Zange genommen.
Kein Durchkommen: Der Eberswalder Paul Glase wird von der Lychener Abwehr in die Zange genommen. © Foto: Pressefoto Gora/ Andreas Gora
Hans-Joachim Haarbrandt / 15.11.2017, 05:41 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Handballer des 1. SV Eberswalde standen so kurz vor dem ersten Punktgewinn in der Brandenburgliga. Doch am Ende jubelte Berolina Lychen. Sieben Sekunden vor dem Ende verwandelte der Lychener Jan Wendland den letzten Angriff der Gäste zum 25:24- Endstand.

Vor dem Spielbeginn gab es eine Schweigeminute für das in der vergangenen Woche verstorbene Vereinsmitglied Ralf Barleben.

Danach sorgte im Sportzentrum Westend der Eberswalder Torhüter Carsten Meyer sofort für die richtige Stimmung. Er hält den ersten Siebenmeter und motiviert so die Mannschaft und die Fans. Nach gut zwei Minuten fällt dann auch das erste Tor. Robin Wielsch trifft zur 1:0 Führung. Die Gäste kontern durch ihren wurfgewaltigen Michael Zander und es steht 1:1. Aber auch die Heimmannschaft hat einen starken Rückraumschützen, Moritz Assmann trifft zum ersten Mal und bringt sein Team wieder in Führung. Die Hausherren machen einige Fehler zu viel, das ist bei den jungen Spielern verständlich, denn es fehlt noch die Erfahrung, die bei solchen Spielen besonders wichtig ist. Die Einstellung stimmt aber beim 1. SV und über den Kampf schaffen sie nach 14 Minuten wieder den Gleichstand (6:6). Obwohl Moritz Assmann eine Manndeckung erhält, schafft er es immer wieder, sich in eine gute Wurfposition zu bringen. Vier Mal hintereinander trifft er für sein Team und die Eberswalder führen beim 8:7 wieder. Einige Male haben die Angreifer des 1. SV dann auch noch Pech. Zwei Mal verhindert die Latte, bei Würfen von Moritz Assmann und Krystian Jonas, einen Torerfolg der Barnimer. So auch Sekunden vor der Halbzeitpause, wo statt des möglichen Ausgleichs die Gäste einen Konter zum 11:13 Halbzeitstand nutzen können.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit vergrößern die Gäste die Führung auf drei Tore (14:11). Beim 16:12 sind es bereits vier Tore Vorsprung und die ersten Zweifel auf einen Sieg kommen bei einigen Zuschauern auf. Als aber Moritz Assmann mit zwei Toren zum 14:16 trifft und der Lychener Stefan Jähnke einen Siebenmeter neben das Tor wirft, sind die Zweifel weggeblasen und die Stimmung in der Halle steigt. Die Gäste verteidigen aber ihre Führung (15:17, 16:19, 18:19 und 18:20) und die Eberswalder schaffen beim 20:20 wieder den Gleichstand. Noch sind knapp zehn Minuten zu spielen.

Die Mannschaft der Eberswalder kann zwar mit 21:20 die Führung erobern, aber danach ziehen die Uckermärker mit drei Toren in Folge auf 21:23 davon. Sollte dies nach 55 Spielminuten schon die Vorentscheidung sein? Lukas Boldt und Moritz Assmann per Siebenmeter, bringen ihre Mannschaft wieder zurück ins Spiel. Es steht 23:23 und es waren nur noch 2:30 Minuten zu spielen. Wenn bei den Lychenern nichts mehr läuft, haben sie ja ihren Torschützen vom Dienst Michael Zander. Der ballert den Ball zum 24:23 in die Maschen des Eberswalder Tores, keine Chance für den gut haltenden Carsten Meyer. Erneut ist es Lukas Boldt, der sich durch die Abwehr der Berolina-Mannschaft tankt und den Ausgleich (24:24) erzielt. Eine dramatische Schlussphase, die 90 Sekunden Spannung bietet, bricht an. Die Lychener bekommen eine Minute vor dem Schlusspfiff einen Siebenmeter zugesprochen. Christoph Jähnke zeigt aber Nerven und wirft daneben. Eberswalde nimmt 30 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit. Die Zuschauer erheben sich von den Plätzen und wollen ihre Mannschaft förmlich zum Sieg tragen. Die Gäste versuchen mit einer offensiven Deckung den Eberswaldern den Ball noch abzujagen. Dann ergibt sich für Moritz Assmann die große Chance zum Torwurf. Doch der Kapitän wird behindert und kann den Ball nicht kontrollieren. Er scheitert am Torhüter, der bringt den Ball schnell zurück ins Spiel und tatsächlich schaffen die Gäste noch das Siegtor zum 24:25.

Große Enttäuschung, der erste Punktgewinn war so greifbar nahe, aber am Ende stand die Mannschaft wieder mit leeren Händen da. Die Eberswalder Mannschaft hat wieder ein Mal gezeigt, dass sie mit einigen Teams der Brandenburgliga mithalten kann. Obwohl diesmal mit Michael Wolff, Nick Hoffmann und Julian Kuhlmann drei wichtige Spieler fehlten.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG