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Zechins Classic-Keglern gelingt in der Verbandsliga bei Ex-Bundesligist Frieden Beyern eine Punkteteilung

Mächtig am Heimnimbus gekratzt

Händedruck nach Remis: Zechins Kapitän Robert Lehmpfuhl und Beyerns Mannschaftsführer Markus Strohbach.
Händedruck nach Remis: Zechins Kapitän Robert Lehmpfuhl und Beyerns Mannschaftsführer Markus Strohbach. © Foto: SG Zechin
Karsten Glatzer / 15.11.2017, 05:44 Uhr
Beyern/Zechin (MOZ) Zumindest am Heimnimbus gekratzt haben die Verbandsliga Classic-Kegler der SG Zechin im Gastspiel beim bis dato ungeschlagenen Bundesliga-Absteiger SV Frieden Beyern. Die Partie endete 4:4-Unentschieden sowie mit 3106:3073 Holz.

Mit der dramaturgisch wertvollen Nervenschlacht wiederholte sich exakt die Begegnung von vor zwei Jahren. In einer Achterbahnfahrt der Gefühle gewannen die Zechiner Gäste auch diesmal vier von sechs Duellen, jedoch behielten die Hausherren in Sachen Gesamtholz die Oberhand und sicherten sich die zwei Extrapunkte für das Remis.

Im ersten Abschnitt präsentierten sich die Oderbrücher mit ihrem Startduo Karsten Glatzer (527 Holz) und Karsten Trabs (521) souverän und geschlossen. Glatzer nahm es mit Frank Beier (492) auf, der vor der letzten Bahn mit 2:1-Satzpunkten in Führung lag. Dem Zechiner, der augenscheinlich sein Formtief überwunden hat, gelang der Ausgleich und er sicherte den Zechinern den ersten Zähler aufgrund des höheren Ergebnisses. Trabs hielt indes gegen Thomas Will (568) auf den ersten beiden Bahnen gut dagegen, so dass das Duell mit 1:1-Satzpunkten offen war. Erst nach dem Seitenwechsel zog Will davon, da er mit den nächsten zwei Bahnen mit insgesamt 305 Holz doch groß aufspielte. Somit hatte jedes Team jeweils einen Mannschaftspunkt ergattert, aber das Plus von zwölf Holz stand zugunsten der Hausherren.

Im Mittelabschnitt wurden die Zähler erneut geteilt und Beyerns Vorsprung in Sachen Holz wuchs weiter an, da die Gastgeber sich auf ihren Schlüsselspieler Michael Müller (540) verlassen konnten. Er leistete sich lediglich im letzten Satz einige Ungenauigkeiten, die Zechins Steffen Paulus (508) nutzte, um das Defizit etwas zu verringern. Währenddessen lieferten sich die Kapitäne Markus Strobach (489) und Robert Lehmpfuhl (501) einen engen Schlagabtausch, den am Ende Lehmpfuhl zu seinen Gunsten entschied. Trotzdem haderte der Zechiner mit seiner Leistung, da er wusste, dass er die große Gelegenheit, den Holzrückstand zu verkürzen, eindeutig verpasst hatte.

Im alles entscheidenden letzten Durchgang standen die Zechiner Greens gehörig unter Druck, da sie die Duelle zwingend gewinnen mussten. Ansonsten wäre die Partie verloren gewesen. Der Start gelang den Greens mit Thomas Buchholz (240) und Marco Specht (487) besser und sie holten die ersten Satzpunkte. Aber dann glichen die Heimakteure Swen Thron (535) und Niels Müller (482) aus. Für Buchholz war das Spiel nach der zweiten Bahn beendet, da er nicht mehr zum gewohnten Rhythmus fand. Er setzte sein Vertrauen in den eingewechselten Andy Seidemann (289), der sich als Trumpfkarte entpuppte. Bereits mit der ersten Kugel spielte er konzentriert und ging gegen Thron mit 2:1 in Führung. Mit seiner letzten Bahn von fantastischen 159 Holz zog er ihm endgültig den Zahn und heimste sich einen hart umkämpften dritten Teamzähler ein. Die Kombination aus Buchholz/Seidemann erzielte den Tagesbestwert der Oderbrücher mit insgesamt 529 Holz.

In der Folgezeit waren nun alle Zechiner Augen auf Specht gerichtet, da auch dessen Punkt von extremer Notwendigkeit war. Die dritte Bahn ging deutlich verloren und alles hing an dem letzten Satz. Sowohl Zuschauer und Aktive verfolgten jeden Wurf mit einer angespannter Aufmerksamkeit. Nach dem Specht die besseren Anwürfe in den Räumern gelangen, und er Müller dadurch überholte, gab es für die Oderbrücher kein Halten und der Jubel kannte keine Grenzen: Beide Duelle waren gewonnen und das Remis war perfekt. Ein klasse Erfolg gegen einen starken Gegner auf einer anspruchsvollen Bahnanlage.

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