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Neubau mit 60 Plätzen soll Bedarf in Biesenthal decken

Betreiber für Kita gesucht

Sabine Rakitin und Olav Schröde / 15.11.2017, 06:40 Uhr
Biesenthal (MOZ) Durch einen Neubau soll der wachsende Bedarf an Kita-Plätzen in Biesenthal gedeckt werden. Vorgesehen ist, dass ein Träger der freien Jugendhilfe die neue Einrichtung mit insgesamt 60 Plätzen betreiben wird. Von diesen sollen mindestens 40 Prozent auf Kinder im Krippenbereich U3 entfallen. Dies hat die Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Der zukünftige Träger soll auch die Bauherrenfunktion übernehmen und gegebenenfalls in der Lage sein, die erforderlichen Baumanßnahmen eigenständig zu finanzieren. Mit der angestrebten Übernahme der Kita kommt die Stadt dem Wunsch nach Trägervielfalt nach. Standort der dann vierten Kindertagesstätte in Biesenthal ist an der Kirschallee/Ecke Weprajetzky-Weg. Die drei bestehenden Kitas befinden sich in der Bahnhofsstraße, der Schützenstraße und der Ruhlsdorfer Straße.

Grundlage für diese Entscheidung ist ein Gutachten zur Entwicklung der Kinderzahlen im Kita- und Hortbereich in der Stadt Biesenthal. Nach Auskunft von Angela Braun, der zuständigen Sachbearbeiterin in der Amtsverwaltung, werden in der Kita "Knirpsenland" der Stadt Biesenthal gegenwärtig 33 Krippen- und 73 Kindergartenkinder betreut.

In der Kita "Sankt Martin" sind es 38 Krippen- und 81 Kindergartenkinder sowie in der Kita "Wukaninchen" sechs Krippen- und zwölf Kindergartenkinder. Die beiden letztgenannten Einrichtungen befinden sich bereits in freier Trägerschaft. Dies ist zum einen die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, zum anderen der reformpädagogische Wukaninchen-Verein.

Der erhöhte Bedarf an Kita-Plätzen zeichnet sich bereits seit längerem ab und wird durch das Gutachten bestätigt. Zu dieser Entwicklung trägt der stete Zuzug bei, der zwar nicht so ausgeprägt ist wie in vielen Kommunen unmittelbar am Berliner Rand, auf den die Biesenthaler Stadtverordneten mit ihrer Entscheidung jedoch reagieren wollen. Daher wird in der Beschlussvorlage die Übernahme der Trägerschaft bis zum Jahr 2020 als "wünschenswert" bezeichnet.

Mit dieser Situation haben sich die Mitglieder in mehreren Ausschusssitzungen auseinandergesetzt. Um die Neubaupläne einzuleiten, hat die Stadtverordnetenversammlung nunmehr die Durchführung eines sogenannten Interessenbekundungsverfahren beschlossen. Auf diesem Weg wird nach einem freien Anbieter für diese kommunale Aufgabe gesucht.

Im Rahmen des Verfahrens können interessierte Bewerber ihr pädagogisches und finanzielles Konzept vorstellen. Gefragt wird außerdem nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der fachlichen Kompetenz zur Betreibung einer Kindertagesstätte.

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