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Zu Unrecht am Pranger

Fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt: Stahl-Fußballer Mathias Dannehl. Der 35-Jährige spricht von einer Unsportlichkeit seinerseits, streitet aber einen Schlag vehement ab.
Fühlt sich zu Unrecht an den Pranger gestellt: Stahl-Fußballer Mathias Dannehl. Der 35-Jährige spricht von einer Unsportlichkeit seinerseits, streitet aber einen Schlag vehement ab. © Foto: MZV/Matthias Haack
Gunnar Reblin / 15.11.2017, 07:43 Uhr
Wittstock (MZV) Zu Unrecht an den Pranger gestellt fühlen sich die Kreisoberliga-Fußballer der SG Stahl Wittstock. Sie wehren sich gegen die von Alt Ruppins Trainer Daniel Kraatz erhobenen Vorwürfe einer "rüden Gangart". Zudem stellt Spieler Mathias Dannehl klar, dass er Eintracht-Akteur Alex Wolff "definitiv nicht geschlagen" hat. Der 35-Jährige sieht Wolff als Übeltäter.

Mit energischer Stimme echauffierte sich Stahl-Trainer Dietmar Andree über die Äußerungen, die Daniel Kraatz dem RA gegenüber am Montag getätigt hatte. "Was soll das, von Freiwild zu reden? Meine Mannschaft wird zu Unrecht an den Pranger gestellt." Andree wiederholte am Dienstag noch einmal seine am Tag zuvor eingeholte Einschätzung: "Es war ein ganz normales Fußballspiel. Da gab es nichts Bösartiges." Und daher sei die von Alt Ruppiner Seite geschilderte Darstellung der Ereignisse auch "nicht akzeptabel". Andree betont: "Wir können das so nicht stehen lassen." Er hätte viel lieber gesehen, dass sein Trainerkollege im Eintracht-Outfit "nicht so ein Spektakel an der Seitenlinie" gemacht hätte. Laut Andree hat der Alt Ruppiner Coach nämlich "viel Unruhe ins Spiel gebracht. Er hätte lieber mal seine Spieler in die Verantwortung nehmen sollen." Damit spielt Andree vornehmlich auf den unrühmlichen Höhepunkt kurz vor dem Abpfiff an. Die Alt Ruppiner sahen einen Ellenbogenschlag von Mathias Dannehl in den Nacken von Alex Wolff, der daraufhin zusammensackte. Von einem "brutalen Foul" war die Rede. Wolff erstattete am Montag als Privatperson Anzeige gegen Dannehl. Der Alt Ruppiner sieht eine "Grenze überschritten", spricht von "vorsätzlicher Körperverletzung".

Auf Nachfrage äußerte sich nun auch Mathias Dannehl zur angeblichen Tätlichkeit, die er begangenen haben soll. "Ich habe ihn geschubst, angerempelt, wie auch immer. Okay, das stimmt. Da waren möglicherweise die Schulter, der Arm und der Ellenbogen dabei. Aber ich habe ihn auf keinen Fall geschlagen", schildert der 35-Jährige die Situation. "Und wenn es der Schiedsrichter sieht, dann kann er mir auch die Rote Karte zeigen." Es sei eine Unsportlichkeit gewesen. Eine provozierte aber. "Denn was der Alt Ruppiner davor macht, war auch nicht die feine Art. Er hat mich im vorbeilaufen angerempelt. Das ist auch eine Unsportlichkeit." Dannehl sagt, er habe als Reaktion darauf, ebenso gerempelt. Doch weil er weitaus Größer (1,85 Meter) ist als der schmächtige Alt Ruppiner Wolff (1,70 Meter) kam bei der Reflexhandlung mit einhergehender Armbewegung der Kontakt im Nackenbereich überhaupt erst zustande. "Es war keine Absicht. Mir tut es auch leid. Wir uns haben beide schon vor dieser Aktion mehrfach behakt. Ich habe mich dann provozieren lassen", so der erfahrene Stahl-Kicker. Aus seiner Sicht war es offensichtlich, dass genau das das Ziel der Alt Ruppiner war, vornehmlich in der zweiten Halbzeit. "Aber ich lasse mich jetzt nicht als Buhmann hinstellen. Ich finde, es wird Hetze daraus gemacht, gegen den Verein Stahl Wittstock und gegen mich", macht Dannehl deutlich. Auch er will nun bei Polizei Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung gegen Alex Wolff erstatten.

Dem besagten beidseitigen Rempler übrigens war laut dem Wittstocker eine Situation kurz zuvor vorausgegangen. Alex Wolff ging in den Strafraum und fiel. "Er hat aber nicht geschrien, wie so oft zuvor im Spiel wenn es einen Kontakt gab. Da habe ich ihm zugerufen, Mensch, du schreist ja gar nicht. Was ist los?", so Dannehl. Dann kam es zur Rempelei - im Rücken des Schiedsrichters. Statt Roter Karten gab's im Nachgang nun Anzeigen bei der Polizei.

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