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Gerhard Steger wird mit dem Ehrenpreis des Kreises geehrt

Treffen mit Freunden: Swetlana Sucharewa (l.) und ihre Stellvertreterin leiten den Kindergarten Nr. 30 in Uschakowo, den Gerhard Steger während seiner Reise besuchte.
Treffen mit Freunden: Swetlana Sucharewa (l.) und ihre Stellvertreterin leiten den Kindergarten Nr. 30 in Uschakowo, den Gerhard Steger während seiner Reise besuchte. © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 15.11.2017, 08:03 Uhr
Neuholland/Kaliningrad (OGA) Eigentlich ist es noch ein Geheimnis, dass Gerhard Steger, der ehemalige Bürgermeister und Ortsvorsteher von Neuholland, mit dem Ehrenpreis des Landkreises Oberhavel für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet werden soll. Doch Neuholland ist klein. Wen wundert es da, dass die Neuigkeit dort längst die Runde gemacht hat. Vorgeschlagen wurde er unter anderem, wie die Pressestelle des Landkreises bestätigt, weil er seit Jahren freundschaftliche Kontakte ins Kaliningrader Gebiet unterhält und vor allem das Gesangensemble "Mladushka" unterstützt.

Der Anlass, Kontakte nach Kaliningrad aufzubauen, ist banal. Im Gebiet des früheren Königsbergs wurde Steger geboren. Es ist sozusagen seine Heimat, also wollte er wissen, wo sein Elternhaus stand.Doch Steger wollte ebenso wissen, wer in dem Gebiet heute lebt und wie die Menschen leben. Schnell entwickelten sich nicht nur Kontakte, sonderen entstand die Idee, den Menschen dort zu helfen.

Seit Jahren sammelt Steger Geld und organisiert Hilfstransporte in die heutige russische Exklave. Er unterhält Kontakte zu offiziellen Stellen, aber auch zu Kindereinrichtungen und Jugendklubs. Ende des Sommers startete er mit Freunden und Unterstützern bereits zum 30. Mal mit einem Hilfstransport nach Kaliningrad. Seine letzte Reise, wie Steger angekündigt hat. Denn seine 80 Jahre fordern ihren Tribut und machen das Reisen beschwerlich.

Doch sich einfach in den Sessel zurücklehnen, das kann er dann doch nicht. Im kommenden Jahr feiert die Neuholländer Feuerwehr Geburtstag, und da wird auch das Gesangsensemble "Mladushka" mit einem Auftritt gratulieren. Damit die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuern kommen können, sammelt Steger bereits wieder fleißig. Er kann's nicht lassen. Dass die Kontakte in die Region um Kaliningrad so intensiv sind und vor allem über die Jahrzehnte Bestand hatten, auch dafür soll er mit dem Preis geehrt werden.

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