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Vierter Brand in fünf Wochen: Veltens Angst vor dem Feuerteufel

Am Sonntagabend brannte es in der Jacob-Plohn-Straße. In der Nacht zu Mittwoch brannte nun eine Gartenlaube in unmittelbarer Nähe.
Am Sonntagabend brannte es in der Jacob-Plohn-Straße. In der Nacht zu Mittwoch brannte nun eine Gartenlaube in unmittelbarer Nähe. © Foto: MZV
Roland Becker / 15.11.2017, 12:09 Uhr
Velten (HGA) Schon wieder hat es in Velten gebrannt. Bei dem Feuer in der Nacht zu Mittwoch wurde eine Gartenlaube völlig zerstört. Auffällig dabei: Der neue Brandherd befindet sich in unmittelbarer Nähe zu drei Brandstiftungen in der Jacob-Plohn-Straße 5.

Einer Polizeistreife war das an der Ernst-Thälmann-Straße ausgebrochene Feuer kurz nach Mitternacht aufgefallen. Die sofort verständigte Veltener Feuerwehr konnte mit Hilfe der Hennigsdorfer Kameraden das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Bebauung verhindern. Lediglich Schuppen und ein Swimmingpool wurden leicht beschädigt. In der abgebrannten Laube hatte sich zum Zeitpunkt des Unglücks niemand aufgehalten.

In der Jacob-Plohn-Straße hat es seit dem 6. Oktober drei Mal gebrannt, zuletzt in der Nacht zu Montag. In allen drei Fällen geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Wegen der zeitlichen und örtlichen Nähe zum neuerlichen Brand "können wir einen Tatzusammenhang nicht ausschließen", sagte Polizeisprecher Toralf Reinhardt am Mittwoch. Im Fall der Laube gab es in den ersten Stunden nach dem Brand aber noch keinen konkreten Anhaltspunkt für eine Brandstiftung. Um die Ursachen zu untersuchen, sollten am Mittwochvormittag Brandtechniker die Unglücksstelle untersuchen.

Bezüglich der ersten beiden Brände habe die Polizei bereits mehrere Zeugen vernommen. Was diese beobachtet haben, wird aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt. Allerdings räumte Polizeisprecherin Dörte Röhrs ein, dass "unter den Hinweisen noch keine heiße Spur ist".

Bei der Veltener Feuerwehr liegen derweil die Nerven blank. "Die Kameraden sind langsam durch. Die können fast jede zweite Nacht nicht mehr richtig schlafen", sagte Stadtwehrführer Heiko Nägel. Es gebe durchaus Ängste, dass sich die Brandserie ausweitet. "Wir fragen uns, was in den nächsten Nächten passiert, wann es Schwerverletzte und Tote geben wird", gibt Nägel die Furcht seiner Kameraden wider. Bisher waren keine Schwerverletzten zu beklagen.

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