Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Vom Klosterschüler zum Stadtflitzer

Das Fahrwerk zeigt sich auch beim neuen Fiesta über jeden Zweifel erhaben.
Das Fahrwerk zeigt sich auch beim neuen Fiesta über jeden Zweifel erhaben. © Foto: Ford
Rainer Bekeschus / 15.11.2017, 12:29 Uhr
Frankfurt (Oder) (MäMa/Märker) Wer einen Kleinwagen sucht der ordentlich Power unter der Haube hat und auch noch gut aussieht, sollte sich mal bei Ford den im Sommer erneuerten Fiesta anschauen. Mutierte doch dieser vor allem mit der durchtrainierten ST-Line-Ausstattung und dem 140 PS starken Dreizylinder-Turbobenziner quasi vom Klosterschüler zum gedopten Stadtflitzer. Der Märkische Markt hat die Variante ausprobiert.

Äußerlich macht der 4,04 Meter lange Fiesta schon im Normalo-Outfit eine gute Figur, wurde gerade im ST-Line-Look in Richtung sportliche Eleganz behutsam weiterentwickelt. Besonders gefällig wirkt dabei nach wie vor das aktuelle Familiengesicht im Aston-Martin-Trimm samt den schmalen Scheinwerfern. Die bullige Frontschürze beherbergt Nebelscheinwerfer, in den Radkästen drehen auffällig kreierte 17-Zöller im 5x2-Speichen-Design ihre Runden. Hinzu kommen in Wagenfarbe lackierte Seitenschweller, eine Dachlinie die nahe am Coupé ist und das viel Dynamik verströmende Heck. Zwar zielt das äußere ST-Line-Gesamtpaket logischerweise auf den maskulinen Geschmack, auf aufgemotzte Krawall-Optik wurde glücklicherweise dennoch gänzlich verzichtet.

Das wird auch im Innenraum deutlich, wo uns vorn prima passende Sportsitze begrüßen. Zudem setzen hier ein Dreispeichen-Lederlenkrad, Teppichfußmatten und Einstiegszierleisten mit "ST-Line"-Logo als auch Alu-Auflagen für die Pedalerie sportliche Akzente. Auch sonst können wir dem Filou eine hochwertige Anmutung bescheinigen. Es gibt ein Armaturenbrett mit griffsympathischen Materialien und einem dominant platzierten und senkrecht stehenden 6,5-Zoll-Touchscreen der auf Wisch- und Zoom-Bewegungen reagiert. Außerdem lässt sich das serienmäßig eingebaute Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC 3 mit AppLink, Bluetooth-Schnittstelle per Sprachbefehl steuern.

Überhaupt hat der Power-Zwerg (ab 20.900 Euro) bereits alles Wichtige wie Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, Parksensoren und verschiedenste Sicherheitsassistenten an Bord.

Als Antrieb fungiert in unserem Ford ein dreizylindriger Pulsbeschleuniger aus der Ecoboost-Benziner-Familie. Der entlockt dem Straßenfeger potente 140 PS, entwickelt damit einen ordentlichen Vortrieb (180 Nm) und bei uns ein prickelndes Gefühl. Das Leben kennt keinen grauen Montag mehr. Herrlich, wie spontan der Turbo den Gaspedal-Befehl zum Power-Kick annimmt und los marschiert wie ein feuriger Casanova. In 9,0 Sekunden ist er auf 100, rennt weiter bis jenseits von 200 km/h.

Das reicht durchaus zum Pistenschreck und sorgt selbst auf der Überholspur der Autobahn für Aufregung. Gratis dazu gibt's einen Sound, der Gänsehaut vermittelt. Das Fahrwerk - schon immer eine Stärke der Ford-Ingenieure - zeigt sich auch beim neuen Fiesta über jeden Zweifel erhaben und wurde eigens für die ST-Line-Ausstattung angenehm sportlich abgestimmt. Auffällig unterwegs ist die immer zielorientiert durch die Gassen klackende Sechsgangschaltung sowie die ultradirekte, sehr zackige Lenkung. Damit lässt sich der Zwerg fast rechtwinklig um die Ecken zirkeln. Und selbst brachiale Bremsmanöver bringen den Kölner nicht aus der Fassung, wurde er doch mit ausreichend großen Bremsscheiben bestückt.

Das alles kann ich natürlich abseits der Autobahn auf kurvigen Landstraßen am besten genießen. Offene Münder kümmern mich jetzt nicht. Bin zu beschäftigt.

Ford Fiesta 1.0, ST-Line

Motor: 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner, 140 PS

0-100 km/h: 9,0 Sek.

Spitze: 202 km/h

Durchschnittsverbrauch:

4,5 Liter Super Plus

C02-Wert: 102 g/km

Kofferraum: 269 bis 1093 l

Preis: Dreitürer ab 20 900 Euro, Fünftürer ab 21 700 Euro

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG