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Mäßigung unerwünscht

Thomas Block
Thomas Block © Foto: Thomas Koehler/photothek.net
Thomas Block / 03.12.2017, 21:03 Uhr
Hannover (MOZ) Der AfD-Parteitag in Hannover hätte die große Stunde der moderaten Rechten werden sollen. Georg Pazderski kandidierte für den Posten als Co-Parteichef neben Jörg Meuthen, um aus der Partei einen möglichen Koalitionspartner für Union und FDP zu formen. Er galt als gesetzt und scheiterte doch an einer Frau, deren einzige Qualifikation ihre rechtsnationale Gesinnung ist. Dass es der bis dato bundesweit nahezu unbekannten Doris von Sayn-Wittgenstein gelungen ist, Pazderski an der Parteispitze zu verhindern, zeigt, wie stark das extrem-rechte Lager in der AfD inzwischen ist. Die Anhänger Björn Höckes wollen keine Kompromisse eingehen. Das gemäßigte Lager ist nach diesem Wahldesaster ein Trümmerhaufen. Es muss sich damit abfinden, dass die AfD auf unabsehbare Zeit weiter ihre Rolle in der Fundamentalopposition suchen wird. Für die 14 Landtage, in denen die AfD inzwischen vertreten ist, und den Bundestag ist das eine schlechte Nachricht. An der Parteispitze stehen nun zwei Männer, die eine Abgrenzung zur extremen Rechten immer ausgeschlossen haben. Jörg Meuthen und Alexander Gauland haben immer ihre schützende Hand über Björn Höcke gehalten. Sie werden den Vormarsch des rechten Lagers nicht abbremsen, sie werden ihn befördern.Thomas Block

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Werner Matzat 06.12.2017 - 14:03:13

Demos gegen den Parteitag der AfD – und was ist mit der FDP, der CDU, den Grünen und der SPD? - Aber warum nur die AfD?

Wenn die AfD ihren Parteitag abhält, bleibt kein Stein auf dem anderen. Im doppelten Sinne, vielleicht sogar im dreifachen Sinne, wenn man die Aktion des Zentrums für Politische Schönheit mit hinzurechnet. Da wird demonstriert, was das Zeug hält, da marschieren DGB und Linke Seit‘ an Seit‘, um deutlich zu machen, was sie von der AfD halten. Und schnell sind auch Vergleiche aus der Zeit der Machtergreifung – oder Machtübergabe, je nach Standpunkt – auf dem Tisch. Damals, ja, damals, fing es auch so an. Oder so ähnlich. Jedenfalls: Wehret den Anfängen! […] Demos gegen den Parteitag der AfD? Ok, einverstanden. Dann aber bitte auch gegen CDU, CSU, FDP, Grüne und SPD, die uns dahin gebracht haben, wo wir jetzt sind. Erst dann wird es nobel, gegen die AfD und ihren Parteitag zu demonstrieren, erst dann wird es schlüssig und folgerichtig. Quelle: http://www.neulandrebellen.de/2017/12/demos-gegen-den-parteitag-der-afd-und-was-ist-mit-der-fdp-der-cdu-den-gruenen-und-der-spd/ So lange aber diejenigen, die sich über die AfD erheben, während sie gleichzeitig deren Forderungen übernehmen und/oder für den Bankrott des Sozialstaates verantwortlich zeichnen, als Retter der Demokratie dastehen, so lange ist der Protest gegen eine Partei, die ohne Frage die Entwicklung der letzten Jahre programmatisch radikal auf die Spitze treibt, nur die halbe Wahrheit. Wenn überhaupt. Das ist wirklich furchtbar, solche Ungereimtheiten und Desorientierungen in solch einem Artikel von einem Moz-Redakteur zu lesen. Wer glaubwürdig in der Berichterstattung zur AfD vorgehen will, der darf keine doppelten Standards anlegen. Aber warum nur die AfD? Oder ist etwa alles gut in dem bunten Regierungsdeutschland?

Paul Müller 03.12.2017 - 22:16:31

:) die AFD bringt endlich Farbe ins Spiel ...

... https://www.youtube.com/watch?v=9hLYRL7IEiQ

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