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Russlands Sportler in Pyeongchang unter neutraler Flagge

Russische Sportler können unter neutraler Flagge bei den olympischen Winterspielen in Pyeongchang an den Start gehen.
Russische Sportler können unter neutraler Flagge bei den olympischen Winterspielen in Pyeongchang an den Start gehen. © Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
dpa-infocom / 05.12.2017, 20:07 Uhr
Lausanne (dpa) Russlands Sportler dürfen wegen des Doping-Skandals nur unter neutraler Flagge an den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang teilnehmen. Das entschied die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees am Dienstag in Lausanne.

Zugleich wurde das Nationale Olympische Komitees Russlands (ROC) für die Winterspiele gesperrt. In Südkorea dürfen damit nur unbelastete russische Athleten «unter strikten Konditionen» teilnehmen. Sie werden unter olympischer Flagge starten.

Außerdem wurde der frühere russische Sportminister Witali Mutko, der aktuell Chef des russischen Fußball-Verbandes und WM-Organisationschef ist, für alle zukünftigen Olympischen Spiele ausgeschlossen. Ein Komplett-Ausschluss - es wäre der erste in der 121-jährigen Geschichte der Olympischen Spiele wegen Doping-Verstößen - blieb Russland jedoch erspart. Russland kann vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS noch einen Einspruch einlegen.

Das IOC bestrafte damit das mutmaßlich staatlich orchestrierte Dopingsystem in Russland, das bei den Winterspielen in Sotschi vor vier Jahren seinen Höhepunkt erfahren hatte. Mithilfe des Geheimdienstes sollen zahlreiche Dopingproben von russischen Sportlern ausgetauscht worden sein. Das IOC hat bislang durch seine zwei Kommissionen 25 Sotschi-Teilnehmer lebenslang gesperrt und Russland elf Medaillen, darunter vier goldene, aberkannt.

Die staatlichen Fernsehsender in Russland werden die Spiele wegen der Strafen des IOC nicht übertragen. Das teilte die Pressestelle der TV-Holding WGTRK in Moskau nach der Entscheidung mit.

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Rolf Lustig 07.12.2017 - 10:05:04

Gerechtigkeit?

Nachgewiesen ist nichts, man stützt sich nur auf Behauptungen. Wie lange hat man denn Lance Amstrongs Doping made in USA gedeckt? Erst als es zu heiß wurde, ist die Katze aus dem Sack gelassen worden.

Steffen Michael 06.12.2017 - 13:34:22

Eine Sieg der Gerechtigkeit

Selten genug, aber die Gerechtigkeit hat gesiegt. Der Freispruch Russlands hätte das Ende von FairPlay für die Olympischen Spiele bedeutet. Doping als Staatsdoktrin hätte bedeutet, dass wir in Zukunft nur noch hochgezüchtete degenerierter Gestalten, die nicht älter als 30 Jahre alt werden, im Wettkampf sehen. Sport sollte nicht zum Mittel kleingeistiger Diktatoren zur Durchsetzung ihrer Großmachtfantasien verkommen. Russland ist seiner nervigen Opferrolle treu und behauptet, dass es eine politische Entscheidung war. Das Gegenteil ist der Fall. Endlich hat die Gerechtigkeit gegen die politische Einflussnahme Putin's gesiegt.

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