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Netto am Ostkreuz eröffnet / Zusätzliches Versorgungsangebot östlich der Spree / Kreisel fertig

Markt Nummer acht am Start

70 Schoko-Nikoläuse: Vertreter der Stadt und des Netto-Markts, der Investor und Feuerwehrleute beim Eröffnungsfoto
70 Schoko-Nikoläuse: Vertreter der Stadt und des Netto-Markts, der Investor und Feuerwehrleute beim Eröffnungsfoto © Foto: MOZ/Jörg Kühl
Jörg Kühl / 06.12.2017, 20:55 Uhr
Beeskow (MOZ) Am Mittwoch ist ein neuer Netto-Markt am Ostkreuz eröffnet worden. Der Markt ist vor allem für Einwohner östlich der Spree eine Ergänzung im Versorgungsangebot. Die Kreiselbaustelle wurde rechtzeitig freigegeben.

Neugier siegt über Müdigkeit: Pünktlich um 7 Uhr strömen Dutzende Kunden in den neuen Netto-Markt in der Ostvorstadt. Bald ist der jungfräuliche Laden so voll, dass eine zweite Kasse eröffnet werden muss. Um 7.07 Uhr verlässt die allererste Kundin den Markt. Es ist Petra Duner. Die 43-Jährige wollte nur noch schnell einen Schokonikolaus kaufen, bevor sie ihre Mutter in Kummerow besucht. Auch Edwin Schulze zählt zu den ersten Kunden. Er hat es eilig, schließlich will er mit seiner Frau noch frühstücken. Die zwei, drei fehlenden Zutaten hat er fix unter den Arm geklemmt. "Für uns Friedländer ist der Markt sowas von praktisch!", freut sich Andreas Schmidt. Er nutzt den am Wegesrand gelegenen neuen Markt, um vor der Arbeit schnell noch etwas einzukaufen.

Der neue Mart ist nicht nur Einkaufsquelle, sondern auch Arbeitsplatz. Diana Sonnenberg, die zuvor in Netto-Filialen in Goyatz und Fürstenwalde arbeitete, freut sich, nun wohnortnah beschäftigt zu sein. Ihre Marktleiterin ist Kathleen Bugge.

Um zehn Uhr stellt sich die lokale Prominenz ein. Bürgermeister Frank Steffen und die stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Bartelt, Stadtbrandmeister Alexander Voigt sowie Feuerwehrmann Jan Ziemke mit Sohn Elias (3). Auch der Investor Rainer Hannemann und Michael Sappok, Regionalleiter Expansion bei Netto, erscheint zum Fototermin. Der kleine Elias nimmt symbolisch für die Jugend-Feuerwehr 70 Schokoladen-Nikoläuse entgegen, die von Netto, dem Investor und der Stadt gemeinsam gesponsert wurden. "Wenn ihr noch mehr bracht, sagt Bescheid, das erledigen wir gleich", ruft der gut gelaunte Hannemann.

Auch Steffen zeigt sich humorvoll. Mit Blick auf die roten und gelben Deko-Luftballons stellt das Stadtoberhaupt fest: "Das sind genau die Stadtfarben von Beeskow!" Der neue Markt sei für die Nahversorgung der Bürger, die östlich der Spree wohnen, eine gute Ergänzung. In der Tat besuchen am Eröffnungstag zahlreiche Bürger aus Bahrensdorf, der Hannemannei und Oegeln den Markt. Auffallend viele Besucher aus Friedland nutzen die Gelegenheit, einen ersten Einkauf zu tätigen.

Die Bestrebungen, in der Ostvorstadt einen Einkaufsmarkt zu installieren, sind schon mehr als zehn Jahre alt. Sie reichen noch in die Amtszeit des vorigen Bürgermeisters Fritz Taschenberger zurück. "Erst mit Herrn Hannemann konnten wir einen Investor gewinnen, der die Schlagkraft hat, sich in einem engen Markt durchzusetzen", berichtet Kerstin Bartelt. Das Ostkreuz sei der letzte Standort für einen neuen Einkaufsmarkt, der mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt vereinbar sei.

Netto-Mann Sappok lobt, dass der Straßenbau am Kreisel gerade noch rechtzeitig zur Eröffnung fertig geworden ist: "Allen Verantwortlichen einen herzlichen Dank dafür!"

Kommentar: Bedarf besteht östlich der Spree

Natürlich kann man sich fragen, ob ein weiterer Einkaufsmarkt in der Kreisstadt - immerhin handelt es sich um den achten - gebraucht wird. Gerungen wurde darum jedenfalls seit mehr als zehn Jahren. Der Zulauf am ersten Tag gerade aus den Gebieten östlich der Spree zeigt, dass Bedarf besteht. Die Zukunft wird zeigen, ob der Einzelhandel in der Innenstadt wie bisher mit Kreativität und Service kontern kann. Kontrahent ist nicht der neue Markt, sondern das Internet.Jörg Kühl

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Florian Reinke 07.12.2017 - 07:28:42

Sprichwörtliche Dreck-Ecke ist endlich weg

Ob der nunmehr achte Einkaufsmarkt in Beeskow angenommen wird, kann nur die Zeit zeigen. Dass der Innenstadtverkehr entlastet wird und eine ganz und gar nicht ansehnliche Ecke verschönert sowie aufgewertet wurde, ist das große Plus. Die Effektivität und Geschwindigkeit der ausführenden Baufirma hat in den letzten Wochen sehr beeindruckt. Der "Hügel", auf den wir bei der Befahrung des Kreisels täglich schauen mussten, ist nun endlich frei von Wildwuchs. Glückwunsch und viel Erfolg!

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