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Angermünder Einwohnerzahlen steigen langsam und stetig / Entwicklung in Ortsteilen sehr verschieden

Stadtnähe lässt Dörfer wachsen

Dobberzin wächst: Der kleine Ortsteil vor den Toren Angermündes anvanciert in jüngster Zeit zu einem beliebten Bauplatz für junge Familien. Hier ist Platz für Eigenheimbau in attraktiver Stadt- und Seenähe.
Dobberzin wächst: Der kleine Ortsteil vor den Toren Angermündes anvanciert in jüngster Zeit zu einem beliebten Bauplatz für junge Familien. Hier ist Platz für Eigenheimbau in attraktiver Stadt- und Seenähe. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Daniela Windolff / 07.12.2017, 06:15 Uhr
Angermünde (MOZ) Angermünde MOZ) Angermünde wächst langsam aber stetig wieder an Einwohnern. Zwar werden noch immer viel weniger Kinder geboren als Menschen sterben. Dafür ziehen mehr Menschen von außerhalb dazu oder kommen zurück. In den Ortsteilen ist das Bild dagegen sehr verschieden.

Überalterung, Bevölkerungsschwund, Wohnungsleerstand, verwaiste Dörfer - so düster malen Demografen das Zukunftsbild des ländlichen Raums und belegen das mit Bevölkerungstatistiken, die durch Geburtenknick und Weggang Tausender Menschen nach der Wende dramatisch abwärts zeigt. Doch viele Kommunen haben inzwischen daraus gelernt und eigene Strategien und Konzepte entwickelt, diese Entwicklung zu bremsen. Schwedt hat ein großangelegtes und durchdachtes Stadtumbauprogramm angeschoben und Eigenheimstandorte entwickelt, Angermünde setzt auf die attraktive Aufwertung der Altstadt, die gute Verkehrslage und sucht ebenso nach Baulücken, um den steigenden Bedarf an Bauland befriedigen zu können. Seit 2014 steigen die Einwohnerzahlen in Angermünde wieder stetig an, nachdem sie 2013 schmerzhaft unter die 14 000er-Marke rutschten. 2014 zählte Angermünde insgesamt 14 009 Einwohner, im September 2017 schon 14227, Tendenz steigend. Davon stiegen allein in der Kernstadt die Einwohnerzahlen von 8060 auf 8311. Hinzu kommen 23 Ortsteile mit knapp 6000 Einwohnern. Hier verschieben sich die Bevölkerungszahlen deutlich. Während in den Nachwendejahren vor allem junge Familien aus der Stadt ins eigene Heim auf dem Land zogen, kehrt sich dieser Trend teilweise wieder um. Vor allem ältere Menschen ziehen vom Dorf in die Stadt, weil es hier bessere Infrastrukturen und Versorgungsmöglichkeiten mit Ärzten, Geschäften und altersgerechten Wohnangeboten gibt. Zuwachs verzeichnen vor allem jene Ortsteile, die relativ stadtnah liegen und Baugebiete anbieten können. Ganz vorn: Dobberzin. Der Ortsteil profitiert von der unmittelbaren Nähe zu Angermünde und der attraktiven Lage am Mündesee. In den vergangenen drei Jahren sind die Einwohner von 328 auf 345 gestiegen, was vor allem am Wohnungsbaustandort liegt, der Familien anzieht. Ebenso sieht es in Kerkow aus. Hier stiegen die Einwohnerzahlen innerhalb von drei Jahren von 401 auf 418 Einwohner. Und auch Frauenhagen ist ein Ortsteil mit Wachstumspotential. Wie in Kerkow gibt es hier Eigenheimbau, Gewerbe und eine Kita. Günterberg verzeichnet leichten Zuwachs von 280 auf 287. Mürow und Neukünkendorf dagegen haben Einwohner verloren. In Mürow leben mit Stand September 2017 aktuell 357 Einwohner, 2014 waren es noch 369. In Neukünkendorf sank die Bevölkerung von 287 im Jahre 2014 auf aktuell 278. Auch Bruchhagen (2014: 166 Einwohner/2017: 156), Biesenbrow (225/214), Altkünkendorf (167/155), Crussow (527/519), Steinhöfel (183/171) und Wolletz (124/114) haben Einwohner verloren. Greiffenberg als größter Ort mit aktuell 605 Einwohnern hielt sich verhältnismäßig stabil (2014: 612), ebenso Wilmersdorf (2014: 229/ 2017: 230), Welsow (121/124), Herzsprung (253/255), Schmargendorf (287/283), Schmiedeberg (122/123) und Görlsdorf (163/167). Einwohnermäßig kleinster Ortsteil von Angermünde ist Zuchenberg mit 104 Einwohnern.

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