Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Wriezener Awo unterstützt Alleinerziehende und kinderreiche Familien / Kleidung für sieben Kinder

Geschenke im Wert von 350 Euro

Vorgezogene Weihnachtsgeschenke: Josefine Jurisch (stehend links), Vorsitzende des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt Wriezen, und Erika Viek, ihre Vorgängerin, übergeben in der Wriezener Awo-Kita "Marie Juchacz" fünf Familien Präsente im Wert von 350 Euro
Vorgezogene Weihnachtsgeschenke: Josefine Jurisch (stehend links), Vorsitzende des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt Wriezen, und Erika Viek, ihre Vorgängerin, übergeben in der Wriezener Awo-Kita "Marie Juchacz" fünf Familien Präsente im Wert von 350 Euro © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 07.12.2017, 07:11 Uhr
Wriezen (MOZ) Der Wriezener Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) unterstützt seit Jahren Alleinerziehende und kinderreiche Familien in Wriezen. Die neue Vorsitzende Josefine Jurisch und ihre Vorgängerin Erika Viek bescherten am Mittwoch fünf Familien ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.

"Wir haben Hosen und Pullover bekommen, eben alles, was man so braucht", freute sich Oliver Janke. Er ist Vater von Cheyenne (6), Melina (3) und Johanna (1). "100 Euro ist eine Menge Geld", fügte der Familienvater hinzu. Auch Marcel Schäffer und seine Partnerin Jessika Kulinski sind dankbar für die Spende der Wriezener Arbeiterwohlfahrt, die ihnen den Kauf neuer Kleidung für Leony (4) und Luca (3) ermöglichte. Die Kinder haben eines gemeinsam. Sie besuchen alle die Awo-Kita "Marie Juchacz" in Wriezen. Dort haben sie und ihre Eltern die Spenden in Empfang genommen.

"Wir haben für jedes Kind 50 Euro zur Verfügung gestellt", sagte Erika Viek. Die 77-jährige Wriezenerin leitete 19 Jahre lang den Awo-Ortsverein. Im November übergab sie ihr Amt der 50 Jahre jüngeren Josefine Jurisch, die in der Wriezener Awo-Kita als Erzieherin arbeitet, stellvertretende Vorsitzende bleibt Liselotte Saslona.

Insgesamt 350 Euro habe der Ortsverein an diesem Nikolaustag für das Projekt ausgegeben, das heißt sieben Kinder und ihre Eltern kamen in den Genuss eines Geschenks. "Wir hatten schon mal 500 Euro", berichtete Erika Viek. Doch weil der Verein erst das große Kinderfest im September unterstützt habe, sei diesmal nicht mehr drin, sagte Erika Viek. Nächstes Jahr werde die Awo wieder mehr Geld einsetzen können, erklärte sie.

1998 sei der Wriezener Awo-Ortsverein gegründet worden, schon ein Jahr später sei diese Weihnachtsaktion ins Leben gerufen worden, berichtete Erika Viek. Denn der Awo-Ortsverein habe sich auf die Fahnen geschrieben, die Awo-Kita zu unterstützen. 200 Euro pro Jahr stelle der Verein projektbezogen zur Verfügung.

Das Geld komme jedoch keineswegs von den Beiträgen der 23 Mitglieder, sagte sie auf Anfrage. "Wir sammeln Spenden und haben viele Sponsoren", so die ehemalige Vorsitzende, die ihre Nachfolgerin berät und dem Vorstand erhalten bleibt. Der Verein schütte jedoch nicht nach dem Gießkannenprinzip aus. "Wir haben eine Haushaltsplanung, in deren Rahmen Spenden festgelegt werden", erläuterte sie.

Erika Viek arbeitete nacheinander in drei Berufen, wo sie viele Menschen kennen lernte, was ihrem Ehrenamt zugutekomme. Zunächst fing sie als Zahnarzthelferin an und hielt diesem Beruf zwölf Jahre lang die Treue. Dann wechselte sie als Leiterin Materialwirtschaft zum Landwirtschaftlichen Instandsetzungswerk Wriezen (LIW). Nach 1990 ließ sie sich zur Versicherungskauffrau ausbilden, machte sich selbstständig und arbeitete bis zum Rentenalter in dieser Branche. "Ich möchte keinen meiner Berufe missen, überall habe ich viele Menschen kennen gelernt", unterstrich Erika Viek. Sie habe noch immer gute Verbindungen zu Ärzten und Geschäftsleuten in der Stadt. "Viele sagen mir: Frau Viek, wir sind ein richtig gutes Team", plauderte die Wriezenerin aus dem Nähkästchen.

Die Awo zahlt aber das Geld nicht den Eltern in bar aus, sondern gibt ihnen Gutscheine, die zum Einkauf in bestimmten Geschäften berechtigen, wo es Kinderkleidung und Spielzeug gibt. "Die meisten Eltern kaufen jedoch Kleidung", versicherte Erika Viek. Der Awo-Ortsverein schaut genau hin, dass die Familien die Kriterien erfüllen. Jedes Mal werden andere Familien beschenkt. Deshalb werde im Vorfeld genau überprüft, wer eine Spende bekommen hat und wer nicht.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG