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Fehrbellins Gemeindewehrführer Bernd Gericke geht in den Ruhestand

Abschied für einen Unschlagbaren

Ein paar Zeilen zum Abschied: Bernd Gericke bekam von seinen Kameraden nicht nur Blumen, Bilder und das eine oder andere gute Tröpfchen geschenkt. Eileen Vatter von der Fehrbelliner Einheit hatte für ihn sogar ein Gedicht geschrieben.
Ein paar Zeilen zum Abschied: Bernd Gericke bekam von seinen Kameraden nicht nur Blumen, Bilder und das eine oder andere gute Tröpfchen geschenkt. Eileen Vatter von der Fehrbelliner Einheit hatte für ihn sogar ein Gedicht geschrieben. © Foto: RA/Markus Kluge
Markus Kluge / 07.12.2017, 19:56 Uhr
Fehrbellin (RA) Fehrbellins Gemeindewehrführer Bernd Gericke ist gestern Abend am Rathaus in großer Runde von Kollegen und Einsatzkräften aller Feuerwehreinheiten in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Feuerwehr bleibt er aber erhalten - als Wehrführer in seinem Heimatort Wall.

Einen so großen Auftritt wie zu seinem Abschied hatte Bernd Gericke wahrscheinlich noch nie - nicht einmal, als er vor drei Jahren für seine Verdienste in Potsdam von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit dem Ehrenzeichen im Brandschutz der Sonderstufe in Gold ausgezeichnet wurde. Um die Überraschung perfekt zu machen, rückten zum Abschied die Feuerwehreinheiten mit Sirene und Blaulicht quasi durch die "kalte Küche" über die Gartenstraße an. 20 junge Feuerwehrleute standen zudem mit Fackeln Spalier.

Gericke ist der Feuerwehr seit 40 Jahren fest verbunden. 1977 trat er als 23-Jähriger in seinem Heimatdorf Wall in die Einheit ein. 1989 übernahm er deren Leitung, die ihm bis heute auch niemand mehr abspenstig machte. 1995 wurde der Vater zweier Töchter zum Vize des damaligen Amtswehrführers ernannt. Am 1. Januar 1996 ist aus einer freiwilligen Aufgabe mit großer Verantwortung sein Beruf geworden: Gericke war fortan in der Gemeindeverwaltung für den Brandschutz und den Fuhrpark verantwortlich. 2012 wurde er Gemeindewehrführer, nachdem Ehrhard Hoppe - der auch zum Abschied gekommen war - krankheitsbedingt den Posten aufgeben musste.

"Mit ihm war es immer eine gute Zusammenarbeit - besser geht es nicht", so Ordnungsamtsleiter Peter Wolski. Bernd Gericke sei es in den zurückliegenden Jahren gelungen, alle Feuerwehren gleich zu behandeln. "Dabei war es egal, ob Fehrbellin die größte Feuerwehr hat oder nicht", so Wolski. Ihn habe immer beeindruckt, welche bedeutende Rolle Beruf und Ehrenamt für Gericke spielen.

Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke (parteilos) ist deshalb auch überzeugt davon, dass man in Zukunft dennoch viel von Bernd Gericke hören wird: "Es ist für ihn bestimmt nicht einfach loszulassen." Speziell denkt sie dabei an den alljährlichen Gemeindeleistungsnachweis der Feuerwehren in Wustrau, den der Waller mit ausgetüftelt hat. Gerickes bisherige Chefin kennt aber auch seine Liebe zur Natur und seinen großen Wunsch, einmal nach Neuseeland zu reisen. "Das erkennt man schon, wenn man mal einen Blick auf das Hintergrundbild seines Computers geworfen hat", verrät Behnicke. Sie drückt dem künftigen Rentner nun die Daumen, dass er sich diesen Wunsch erfüllen kann. In der Feuerwehrführung wird Gericke fehlen, ist die Bürgermeisterin überzeugt. "Bernd Gericke war unschlagbar und er hinterlässt große Fußstapfen", sagte sie. Kommenden Donnerstag werden Fehrbellins Gemeindevertreter über die Bestellung der neuen Wehrführung entscheiden. Dabei ist es kein Geheimnis, dass Gerickes bisheriger Stellvertreter Cornelius Voyé aus Linum bereit steht, sein Erbe anzutreten.

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