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Hasselhoff kämpft für die Mauer

Der US-amerikanische Schauspieler und Sänger David Hasselhoff
Der US-amerikanische Schauspieler und Sänger David Hasselhoff © Foto: dpa
Maria Neuendorff / 07.12.2017, 20:16 Uhr - Aktualisiert 07.12.2017, 23:14
Berlin (MOZ) Mit seinem Freiheitshit "Looking for Freedom" glaubte David Hasselhoff einst, die Mauer zum Einsturz gebracht zu haben - nun setzt sich der US-Sänger und Schauspieler für ihren Erhalt ein. "Baut keine weiteren Häuser mehr an die Berliner Mauer", sagt Hasselhoff in einer Videobotschaft aus Los Angeles. Darin spricht er Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) direkt an und fordert ihn auf, keine weiteren Gebäude auf dem ehemaligen Todesstreifen an der East Side Gallery errichten zu lassen. Zugleich kündigt der Ex-"Baywatch"-Star seinen nächsten Berlin-Besuch an, um die Proteste vom Bündnis "East Side Gallery retten!" zu unterstützen.

 

Das protestiert seit Jahren gegen Luxus-Neubau an den weltbekannten buntbemalten Mauerresten zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. Neuer Auslöser ist ein Neubauprojekt der "Trockland Management GmbH". Der Berliner Immobilienentwickler, der auch die letzten Brachflächen am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße erworben hat, will an der Spree nun einen länglichen Hotel- und Wohntrakt errichten. Unter der Überschrift "Pier 61|63" planen die Entwickler direkt an der Uferpromenade eine Herberge mit rund 167 Zimmern, 62 Mietwohnungen und Gewerbeflächen für Shops oder Bistros. "Nur wenige Objekte verfügen über eine markantere erstklassige Lage in Berlin", wirbt Trockland auf seiner Internetseite für das Projekt am ehemaligen Todesstreifen.

Es ist nicht der erste Streitfall an dieser Stelle. Schon 2013 gab es wochenlange Proteste gegen die Bebauung des Geländes, als sogar Mauerteile abgerissen oder versetzt wurden. Auch damals reiste Hasselhoff nach Berlin und mischte sich öffentlichkeitswirksam unter die Demonstranten. Die nun von ihm beworbene Online-Petition gegen einen weiteren Neubau auf dem Internetportal change.org hat inzwischen über 40 000 Befürworter.

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