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Zuwendung an einen zu gründenden Zweckverband zur Übernahme der Schleusen gewährt

Im Zweifel für den Finowkanal

Im Sommer ein Muss für Wassertouristen: Der Finowkanal soll schiffbar bleiben. Dafür kämpfen Initiativen, Kommunen und nun auch der Landkreis Barnim.F
Im Sommer ein Muss für Wassertouristen: Der Finowkanal soll schiffbar bleiben. Dafür kämpfen Initiativen, Kommunen und nun auch der Landkreis Barnim.F © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Andrea Linne / 08.12.2017, 06:24 Uhr
Eberswalde (MOZ) Ein Zeichen setzten das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt und die Stadt Oranienburg diese Woche mit einer Erklärung für den Bau der Schleuse Friedenthal. 6,5 Millionen Euro sollen in den Schleusen-Neubau bis 2020 fließen, die Wasserinitiative Nordwestbrandenburg (WIN), der auch Eberswalde und weitere Barnimer Gemeinden angehören, machte sich dafür stark.

Der Kreistag Barnim zog mit einem Beschluss am Mittwoch mit großer Mehrheit nach. Ab 2018 sollen jährlich 300 000 Euro fließen, die dem bis 2020 neu zu gründenden Zweckverband für den Weiterbetrieb der Schleusen am Finowkanal zur Verfügung gestellt werden. Für Investitionen an den zwölf Schleusen werden weitere Mittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro eingesetzt, vorausgesetzt, die Verträge mit dem Bund kommen tatsächlich zustande. Auch das Land Brandenburg soll Gelder zur Kofinanzierung des Ganzen dazugeben.

Seit Monaten ringen die zehn Mitglieder der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Region Finowkanal um den Erhalt der Schiffbarkeit der touristisch attraktiven Wasserstraße. Die Schleuse Friedenthal würde eine wichtige zusätzliche Verbindung vom Ruppiner Kanal zur Oranienburger Havel darstellen. 340 Kilometer Wasserstraße könnten dann im Gebiet der WIN wieder schiffbar sein.

Karen Oehler, Bündnisgrüne Abgeordnete aus Eberswalde, warb für die Unterstützung. "Wir erhalten eine touristische Qualität mit vielen Chancen", sagte sie im Kreistag. Zudem habe der Bauausschuss Eberswalde in dieser Woche für die Entscheidung, die Schleusen über einen Zweckverband zu betreiben, votiert.

Auch wenn Marienwerder ab 1. Januar die KAG aus finanziellen Gründen verlässt, werden alle Anrainerkommunen, Gastwirte, Bootsverleiher und Campingplatzbetreiber froh über diese Entwicklung sein. Einem weiteren Ausbau der Angebote am Wasser steht nichts im Weg.

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