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Mathis Oberhof gründet vor fünf Jahren das Kino-Projekt und verabschiedet sich nun davon / Beliebte Reihe ist heute ein Selbstläufer

Zukunft für Wandlitzer "Löwen-Movie"

Treten mit neuem Verein das Oberhofsche Kino-Erbe an: Jaqueline Troike, Heike Müller, die Vorsitzende Doris Maaß, Annemarie Lorenz, Katja Kornprobst (v. li. vorn) sowie Hans Kornprobst (h. l.) und Michael Troike
Treten mit neuem Verein das Oberhofsche Kino-Erbe an: Jaqueline Troike, Heike Müller, die Vorsitzende Doris Maaß, Annemarie Lorenz, Katja Kornprobst (v. li. vorn) sowie Hans Kornprobst (h. l.) und Michael Troike © Foto: MOZ/Hans Still
Hans Still / 08.12.2017, 06:30 Uhr
Wandlitz (MOZ) Nach fünf Jahren engagierter Aufbauarbeit am Wandlitzer Filmprojekt "Löwen-Movie" hat dessen Begründer Mathis Oberhof am Mittwoch den Staffelstab an seine Nachfolger übergeben. Diese treten nun voller Enthusiasmus und mit frischem Elan das Erbe an.

Fast schien alles wie immer zu sein - eine freundliche Routine eben, die nur in einer eingeschworenen Gemeinschaft wachsen kann. Eine frisch zubereitete Suppe erfreut den Magen, Getränke werden gereicht, die in Clubmanier gestellten Rundtische und zugehörigen Stühle versprechen einen gemütlichen wie gleichermaßen aufwühlenden Filmabend, wie es diesen zuvor schon genau 49-mal im Wandlitzer "Goldenen Löwen" gegeben hatte. Zudem wählte der Basdorfer Übervater der Kinoreihe mit "Lion - Der lange Weg nach Hause" einen Film aus, der einerseits mit dem Löwen-Bezug kokettiert und sich andererseits mit der Suche nach den eigenen Wurzeln und der Herkunft beschäftigt. Ein mit Nicole Kidman durchaus prominent besetztes Werk und anspruchsvolle Kost, wie es sie oft bei den Kino-Löwen zu sehen gab und künftig zu sehen gibt.

Anders als sonst startete der Abend allerdings mit einer Wandlitzer "Brennpunkt-Sendung", verrieten zuerst Mathis Oberhof auf der Bühne und gleich darauf ein auf die Leinwand geworfenes Bild. "Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend", rezitierte Oberhof ein Herrmann-Hesse-Gedicht, in dem auch die betörenden Zeilen "Bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" niedergeschrieben wurden.

"Fünf Jahre, 50 Filme und mit 89 Besuchern heute eine Gesamtzahl von 3300 Kinofreunden" rechnete Oberhof auf der Bühne vor, um sich später mit herzlichen Worten bei den Helfern zu bedanken, die für die Erfolgsserien "Löwen-Movie" Mitverantwortung tragen. Da wäre beispielsweise seine Frau Margot, die neben der sonstigen Unterstützung Monat für Monat eine Suppe gekocht hatte, wie es künftig auch die Nachfolger tun wollen. Mit Karin Baum betrat eine Schildowerin die Bühne, die mit den Oberhofs bereits seit 2007 cineastisch verbunden ist. Damals gestaltete die Familie Oberhof in Schildow das "Mühlen-Kino", 2012 zog die Familie nach Basdorf und trieb das Projekt "Löwen-Movies" voran.

Die Wandlitzer Kulturamtsleiterin Claudia Schmid-Rathjen dankte ihrerseits dem Begründer der "Löwen-Movies"für die Starthilfe einer Reihe, die mittlerweile zum "Selbstläufer" wurden. Zudem sei es gelungen, in aller Ruhe einen Übergang vorzubereiten, der einerseits das Erbe sichert und andererseits neue Akzente setzen werde. So verschaffte die Kulturamtsleiterin den Gründungsmitgliedern des Vereins "Löwen-Movie i. G." gänzlich ungezwungen und elegant einen ersten öffentlichen Auftritt. Die Vereinsgründung vollzog sich just tags zuvor am Dienstag. Die Vereinsvorsitzende Doris Maaß aus Wandlitz kann gleich zum Start auf die Unterstützung starker Mitstreiter setzen. "Wir kommen aus fast allen Wandlitzer Ortsteilen", wurde ihr wohl erst am Mittwoch klar. Aus Wandlitz, Stolzenhagen, Schönwalde oder Prenden sind beispielsweise neue Vereinmitglieder - das verspricht eine kreative Mischung zu werden, glaubt die Vereinsvorsitzende.

Die nächsten Vorstellungen bei den "Löwen-Movies" stehen schon fest. Am 3. Januar heißt es um 18 und 20 Uhr "Willkommen bei den Hartmanns".

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