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Arbeitsgruppe Bad Freienwalde zieht Bilanz / Auszeichnung für Mitglieder mit Ehrennadel und Ehrenrudi

Rheuma-Liga zählt 210 Aktive

Schöner Moment: Ursula Segatz (l.) zeichnet die frühere Schatzmeisterin, Inge Neßler, am Mittwoch mit der Ehrennadel der Deutschen Rheuma-Liga in Silber aus.
Schöner Moment: Ursula Segatz (l.) zeichnet die frühere Schatzmeisterin, Inge Neßler, am Mittwoch mit der Ehrennadel der Deutschen Rheuma-Liga in Silber aus. © Foto: MOZ/Heike Jänicke
Heike Jänicke / 08.12.2017, 07:30 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Sie gehört zu den Mitglieder stärksten Vereinen in der Stadt - die Arbeitsgruppe der Rheuma-Liga. Von rund 300 Männern und Frauen sind 210 aktiv im Funktionstraining tätig. Am Mittwoch zog die Arbeitsgruppe im Kurtheater Jahresbilanz.

Ob jung oder alt, es kann jeden treffen. Rheumatische Erkrankungen haben viele Gesichter - angefangen von Arthrose, Rheumatoide Arthritis, Fibromyalgie, Morbus Bechterew oder Osteoporose. Die Diagnose kann Betroffene aus der Bahn werfen. Doch niemand muss die Erkrankung hinnehmen, kann aktiv dagegen etwas tun. Vor allem mit Sport. Angebote dazu unterbreitet seit vielen Jahren die Rheuma-Liga, sowohl auf Landesebene als auch in Bad Freienwalde. 300 Mitglieder zählt die hiesige Arbeitsgruppe. 210 von ihnen nehmen am wöchentlichen Funktionstraining in zwölf Gruppen teil. Hinzukommen eine Tanzgruppe und zwei Sturzpräventionsgruppen in Wriezen und Bad Freienwalde. Geleitet wird die Arbeitsgruppe von Ursula Segatz. Die 66-Jährige zog am Mittwoch während der Jahreshauptversammlung im Kurtheater Bilanz des Jahres.

Inzwischen hat die Arbeitsgruppe die Größe eines mittleren Unternehmens erreicht. Alle verwaltungstechnischen Aufgaben werden von vier Mitgliedern erledigt. Ehrenamtlich und unentgeltlich, wie Ursula Segatz betonte. Ihr war es ein persönliches Anliegen, diese Mitstreiter vorzustellen. So kümmert sich Annerose Blume um das Funktionstraining, koordiniert die Gruppen, kontrolliert unter anderem auch das Vorhandensein von Verordnungen, die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen und rechnet diese gegenüber dem Landesverband ab. "Sie können ihr helfen, indem sie auf den Ablauf der Verordnungen achten und rechtzeitig neue beantragen", wandte sich Ursula Segatz an die Mitglieder und sprach damit ein wichtiges Thema an. Denn jeder, der am Funktionstraining teilnimmt, muss eine vom Arzt ausgestellte Verordnung oder gleichwertige Bescheinigung vorlegen. Das sei nicht zuletzt eine versicherungstechnische Frage, so Ursula Segatz. "Wer ein solches Papier zukünftig nicht rechtzeitig vorlegt, muss vom Funktionstraining ausgeschlossen werden", sagte die Arbeitsgruppen-Leiterin und kam zu einem weiteren, ihr auf den Nägeln brennenden Thema. Die Mitgliederbewegung. Darum kümmert sich Carola Jentsch. Das sei eine Menge Arbeit bei der Vielzahl an Mitgliedern. Allerdings, so merkte Ursula Segatz kritisch an, würden nicht alle in den Gruppen angemeldeten Mitglieder an dem wöchentlichen Training teilnehmen. Von durchschnittlich 18 Personen würden nur acht pro Gruppe erscheinen. "Das geht nicht", so die Leiterin. Vor allem wenn man bedenkt, dass es eine lange Aufnahmeliste für die Rheuma-Liga in Bad Freienwalde gibt. Bis zu zwei Jahre warten Antragsteller. Nicht zuletzt sei es auch den Therapeuten gegenüber unfair. Deshalb werde zukünftig jeder bei längerer Abwesenheit seinen Platz in der bisherigen Gruppe abgeben müssen und bei Wiedereintritt einer Gruppe zugeordnet werden, in der gerade ein Platz frei ist, so die Vorsitzende.

Unerlässlich in dem Verein ist die Arbeit des Schatzmeisters Joachim Schmidt. Er hat die Arbeit von Inge Neßler übernommen. Sie hat über viele Jahre als "die Herrin der Exel-Tabellen" über den Finanzen der Arbeitsgruppe gewacht. "Du hast hartnäckig um jeden Euro gerungen, bist den einzelnen Mitgliedern wegen fehlender Zahlungen hinterhergelaufen. Nur so war die Durchführung unserer Tagesausflüge und Veranstaltungen erst möglich", lobte Ursula Segatz das Engagement von Inge Neßler und zeichnete sie am Mittwoch mit der Ehrennadel der Deutschen Rheuma-Liga in Silber aus. Über den "Ehrenrudi" konnten sich Christiane Birkholz (Bewegungstherapeutin/Tanzen) und Leitungsmitglied Annerose Blume freuen. Ursula Segatz selbst stand ebenso im Rampenlicht: Auch sie erhielt die Ehrennadel der Deutschen Rheuma-Liga in Silber. "Da bin ich aber überrascht", freute sie sich.

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