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Firmen bei Restarbeiten an der neuen zweigleisigen Regionalbahn-Begegnungsstrecke / Inbetriebnahme zum Fahrplanwechsel

Das letzte Fegen vor dem Start

Kräftig durchgefegt: Vor der Wiedereröffnung des Regionalbahn-Haltepunktes Herrensee nach dem zweigleisigen Ausbau des Begegnungsabschnitts zwischen Rehfelde und Strausberg sind Bauleute verschiedener Firmen am Donnerstag bei Restarbeiten anzutreffen.
Kräftig durchgefegt: Vor der Wiedereröffnung des Regionalbahn-Haltepunktes Herrensee nach dem zweigleisigen Ausbau des Begegnungsabschnitts zwischen Rehfelde und Strausberg sind Bauleute verschiedener Firmen am Donnerstag bei Restarbeiten anzutreffen. © Foto: MOZ/Gerd Markert
Gabriele Rataj / 08.12.2017, 07:30 Uhr
Rehfelde (MOZ) Planmäßig zum Fahrplanwechsel am Sonntag wird der neue zweigleisige Zug-Begegnungsabschnitt zwischen Strausberg und Rehfelde in Betrieb gehen. Die damit verbundene Fahrzeiteinsparung ist notwendig zur Verlängerung der Regionalbahn RB 26 bis Berlin-Ostkreuz.

Menschen in orangefarbener Arbeitskleidung, schwere Technik und Baulärm, Sperrungen und Einschränkungen sind in den vergangenen Wochen rund um Bahnübergänge und Bahngleise zwischen Strausberg und Rehfelde Normalität gewesen. Sie werden mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag deutlich geringer ausfallen.

Am Donnerstag indes wurde noch und bis zum offiziellen Fahrplanwechsel am 10. Dezember wird entlang der Bahnstrecke und den Haltestellen bzw. Haltepunkten zwischen Herrensee und Rehfelde emsig gearbeitet. Äußerlich vom Laien nur durch die Firmen-Namen auf dem Rückenteil der Arbeitsjacken zu unterscheiden, vollziehen Bauleute mehrerer, von der Bahn beauftragter Firmen letzte bzw. Restarbeiten an dem neuen Zug-Begegnungsabschnitt zwischen Strausberg und Rehfelde.

Am Haltepunkt Herrensee stellen am Vormittag Kollegen von accians ga-netztechnik aus Sachsen-Anhalt gerade ihre Fahrzeuge ab. "Wir setzen die Zeichen für die Langsam-Fahrstrecke", erklärt Thomas Kindervater und setzt hinzu, "vorübergehend". Auf bestimmten, neu gebauten Abschnitten gelte für Züge zunächst noch Geschwindigkeitsbeschränkung.

Wenige Meter weiter werden mit einem Kernbohrgerät am Weg zum Bahnsteig Löcher gebohrt und vorgefertigte stabile Metallsegmente herantransportiert. Die Tief- und Gleisbau GmbH Brandenburg/Havel setzt linker- und rechter Hand die Geländer neben der Fußgängerstrecke. Wie ihre Kollegen waren die Mitarbeiter dieser Gleisbaufirma zugleich an vielen Sonnabenden im Einsatz, um alle beauftragten Arbeiten zum Fahrplanwechsel abgeschlossen zu haben.

Hauptauftragnehmer ist die KGT Gleis- und Tiefbau GmbH Berlin, Betriebsstelle Neuenhagen. Der komplette Gleisbau mit Unterbau, Planung, Schutzschicht zwischen den Kilometern 28,3 bis 32,7 samt Einbau einer Weiche, der gesamte Kabeltiefbau und die Entwässerung der Strecke lagen in dieser Hand. "Derzeit sind wir noch bei Verfüllarbeiten und Fertigstellen der Übergänge", gibt Polier Martin Knospe Auskunft. Der zeitweilig wieder geöffnete Übergang Klosterdorfer Weg hingegen wird rückgebaut und Mitarbeiter setzen nun dort wieder einen neuen Zaun.

Am über zwei Monate gesperrten Bahnübergang Rudolf-Breitscheid-Straße hingegen vollenden die Fachleute von Lendel Verkehrstechnik aus Marzahn mit Markierungen restliche Arbeiten am Übergang. Bei 180 Grad verbinden sich die Wirkstoffe der aufgetragenen Thermoplastik zu dem lange sichtbaren Belag. An der Schrankenanlage arbeiten Signaltechniker von Siemens an den exakten Schaltungen, während zwei Meter entfernt Dehnfugen im Übergang vergossen werden, damit die Züge hier nicht zu laut darüberrollen.

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