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Jörg Kühl 06.05.2010 07:59 Uhr - Aktualisiert 06.05.2010 07:59 Uhr
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Bürger begrüßen neue Wache

Weichensdorf (moz) Der angekündigte Neubau einer Rettungswache in Weichensdorf wird von den betroffenen Bürgern durchweg begrüßt. Hoffnungen richten sich nun auf die Einbeziehung angrenzender Ortschaften aus dem Nachbarkreis.

In Weichensdorf soll ab 1. Juli zunächst eine provisorische Rettungswache entstehen. Das hat Friedlands Bürgermeister Thomas Hähle erneut bekräftigt. Ziel ist es, bis Sommer 2011 eine dauerhafte Wache auf einem Grundstück neben dem Gewerbepark zu bauen. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Friedländer Stadtparlamentes, Gerhard Fischer, hat Hähle inzwischen die neue Rettungswache in Spreenhagen in Augenschein genommen. „Die wäre ein gutes Vorbild für Weichensdorf.“ Laut Hähle sei für einen vergleichbaren Bau mit Kosten von etwa 140 000 Euro zu rechnen. In der kommenden Stadtverordnetenversammlung, die für den 20. Mai geplant ist, wollen die Abgeordneten entscheiden, ob die Stadt Friedland selber baut und die Wache an den Kreis Oder-Spree als Träger des Rettungswesens vermietet, oder ob der Kreis das kommunale Grundstück kauft und in Eigenregie baut. Hähle selbst favorisiert einen Eigenbau, möchte aber dem Votum des Parlamentes nicht vorgreifen. Hähle dankt in diesem Zusammenhang dem Landrat Manfred Zalenga für dessen Vorstoß: „Das waren sehr angenehme Gespräche.“

Die Bürger indessen begrüßen die geplante Wache. Für Rosemarie Steinhäuser aus Klein Muckrow (70) würde die Wache „ein Gefühl der Sicherheit“ bedeuten. „Ich begrüße das sehr!“ Angesichts der Vielzahl älterer Menschen sei die Wache unbedingt notwendig. Eine sporadische Umfrage in Klein und Groß Muckrow, Chossewitz, Weichensdorf, Trebitz und Ullersdorf ergab eine große Zustimmung zu den Plänen.

Daneben wurde aber sowohl in den Dörfern des Kreises Oder-Spree als auch in den angrenzenden Dörfern des Nachbarkreises Dahme-Spreewald die Hoffnung geäußert, die neue Rettungswache kreisübergreifend wirksam werden zu lassen. Horst Mochnow (74) aus Ullersdorf äußerte die Forderung, die holprige Straße nach Trebitz auszubessern und von dort aus den Verbindungsweg nach Weichensdorf auszubauen. Die vorgesehene Rettungskette, die eine Anfahrt des RTW von Goyatz aus vorsieht, sei zu langsam: „Die schaffen das innerhalb von 15 Minuten niemals bis Ullersdorf, und schon gar nicht bis nach Leeskow.“

Die Ordnungsamtsleiterin von Dahme-Spreewald, Silvia Enders, gab auf Anfrage bekannt, es gebe eine abgestimmte Vorgehensweise beider Landkreise. Sobald die neue Wache fertiggestellt ist, wollen die Kreise als Träger des Rettungswesens im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung die „gegenseitige überörtliche Hilfeleistung beim Rettungsdienst“ festlegen. Wie das konkret realisiert werden soll, wollte die Amtsleiterin noch nicht äußern. „Über den Ausbau von Straßen kann ich keine Aussagen machen.“

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