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Drei Touren im Mai

Tradition: Zum Abrudern geht es beim FRC von 1882 meist nach Lebus, wo in der Gaststätte „Oderblick“ Station gemacht wird.
Tradition: Zum Abrudern geht es beim FRC von 1882 meist nach Lebus, wo in der Gaststätte „Oderblick“ Station gemacht wird. © Foto: FRC honorrafrei
Dietrich Stulpe / 06.05.2010, 20:37 Uhr
Frankfurt (Oder) (In House) Beim Frankfurter Ruder-Club von 1882 herrscht ein reges und vielseitiges Vereinsleben. Zentraler Anlaufpunkt für die zirka 150 Mitglieder der verschiedenen Altersgruppen ist das schmucke Vereinshaus in der Lehmgasse. Von dort aus geht es auf die Oder – zum leistungsorientierten Rudern oder Wanderrudern.

Der diesjährige Winter hat die Frankfurter Ruderer besonders hart getroffen. Sie mussten lange warten, bis die Oder eisfrei war und sie wieder auf dem Wasser trainieren konnten. Am
20. März ging es dann endlich raus – zum traditionellen Anrudern. Bis dahin hatte man sich mit Lauftraining auf dem nahe gelegenen Anger sowie Kraft- und Fitnessübungen auf dem Vereinsgelände in Schwung gehalten. Oder auf dem Ruder- und Fahrradergometer sowie Crosser geübt. Sogar einen Ruderkasten gibt es im Verein. Den nutzt vor allem der Nachwuchs im Winter, um die Rudertechnik zu erlernen.

Während der FRC-Nachwuchs überwiegend leistungsorientiertes Rudern betreibt, bei Landes- und deutschen Meisterschaften schon mit Titeln und vorderen Platzierungen glänzen konnte, beteiligen sich die Frauen, Männer und Senioren sowohl am Wettkampfbetrieb als auch an den Wanderrudertouren.

Höhepunkte im Vereinsleben sind das traditionelle An- und Abrudern im Frühjahr bzw. Herbst, an dem sich Kinder und Erwachsenen auch gemeinsam in gemischten Booten beteiligen.

Beim Anrudern geht es mit den Booten meist bis nach Finkenheerd, wo anschließend ins Eiscafé Sommer eingekehrt wird. Zum Abrudern folgt eine 20-km-Bootstour nach Lebus, wo zirka 60 Vereinsmitglieder in der Gaststätte „Oderblick“ die Saison ausklingen lassen.

Neben so beliebten Wettkämpfen wie das Hamburger Staffel-
rudern auf einem Alster-Rundkurs oder der Hiddenseetour, an der sich die Frankfurter regelmäßig beteiligen, ist der FRC im September Gastgeber für den Rudermarathon auf der Oder.

Seit Jahren engagiert sich der FRC von 1882 besonders im Wanderrudern. Hier hat Karsten Gränzer als Wanderruderwart sehr gute Aufbauarbeit geleistet, schließlich ist der FRC längst zu einer guten Adresse für auswärtige Wassertouristen geworden. Inzwischen ist er berufsbedingt mit seiner Familie nach Berlin verzogen, aber weiterhin Vereinsmitglied geblieben. Er wird von Gabriele Böttcher engagiert unterstützt. Die gebürtige Fürstenwalderin, die bei Pneumant das Ruder-Abc erlernte, lebt seit 1983 mit ihrem Mann Bernd und den Söhnen René (26) und Nico (23) in der Oderstadt.

Für seine Gäste hat der FRC einen ehrenamtlichen Haus- und Stegdienst im Vereinshaus organisiert. 7 Tage in der Woche können die Auswärtigen ihre Boote lagern, erhalten Unterkunft, können die Küche und sanitären Anlagen nutzen. „Im Vorjahr machten zirka 300 Wassersportler bei uns Station“, erzählt Gabriele Böttcher. „Für die meisten ist Frankfurt nur Durchgangsstation. Für die Mehrzahl reicht es nur zu einem kleinen Stadtbummel, denn bereits am nächsten Morgen geht es weiter, werden täglich zwischen
40 und 100 Kilometer im Boot zurückgelegt.“

Auf die FRC-Wanderruderer warten in diesem Monat gleich drei Höhepunkte mit der Himmelfahrtsausfahrt (13. Mai), der Pfingst-Familienfahrt (22. bis
24. Mai) und einer Tour von Beeskow nach Leisnitz (28. Mai.).

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