Schwedt (moz) Wer erinnert sich noch an die längste Wassereimer-Ketter der Welt? 1993 war es, wie ein Blick in die Archive ergeben hat, als die Schwedter damals im Rahmen des sogenannten Challenge Day diese Idee in die Tat umsetzten – von den Ubs. aus die Lindenallee und den Marchlewskiring entlang und zurück über die Berliner Straße zum Ausgangspunkt standen hunderte, vielleicht sogar tausende Oderstädter zu abendlicher Stunde, reichten Wassereimer weiter und hatten reichlich Spaß bei dieser Aktion. Viele weitere ergänzten den Tag.
17 Jahre sind vergangen, der neue Slogan für ähnlich kuriose, aber auch ganz ernsthafte Aktionen heißt Mission Olympic. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und Coca Cola suchen jetzt unter diesem Titel zum vierten Mal „Deutschlands aktivste Stadt“. Könnte das nicht auch Schwedt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine kleine Gesprächsrunde mit Vizebürgermeister Lutz Herrmann an der Spitze, mit Rathausmitarbeitern aus dem Fachbereich und der Interessengemeinschaft Sport.
Einhelliges Urteil: Als Sportlichste Stadt Brandenburgs 2009 kann Mission Olympic ein nächstes Bewährungsfeld für Schwedt werden. Nicht zuletzt, weil dem Sieger eine Gewinn-Prämie von 75 000 Euro winkt (als Sport-Stadt des Landes gab es, nur zum Vergleich, 5000 Euro).
Übergeordnetes Thema von Mission Olympic sind Breitensport und Alltagsbewegung – „vor allem werden Initiativen gesucht, die bisher wenig aktive Bürger in das Sportgeschehen einbinden und sie nachhaltig zu mehr Bewegung motivieren“, heißt es vom Veranstalter DOSB.
Er gibt drei Phasen für den Wettbewerb vor: Zunächst eine schriftliche Bewerbung der Kommunen, dann eine zweimonatige Phase, in denen reichlich Aktivitäten aus Vereinen und darüber hinaus gefragt sind und letztlich ein abschließendes großes „Festival des Sports“, bei dem die zuvor auserkorenen fünf Finalstädte miteinander wetteifern.
Schwedt will dabei sein – so das Fazit der Runde. Allerdings erst mit dem Mission-Olympic-Zyklus 2011/12, waren sich die Gesprächspartner einig. In diesem Jahr fordere der Brandenburg-Tag am ersten September-Wochenende auch den Sport voll, zudem brauche man insgesamt längeren gedanklichen Vorlauf.
Der aber soll unmittelbar jetzt beginnen. Wer also mehr oder weniger verrückte Ideen hat, wie Schwedter möglichst massenhaft zur Bewegung animiert werden, kann sich ab sofort an die Sportförderung im Rathaus (Tel. 446774) oder an die IG Sport (Tel. 251330) wenden.

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