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Henriette Brendler 10.05.2010 07:42 Uhr - Aktualisiert 11.05.2010 07:06 Uhr
Red. Fürstenwalde, fuerstenwalde-red@moz.de

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Breite Wege, Stahl-Kunst und 
neue Pflanzen

Fürstenwalde (moz) Breite, geschwungene Wege, neue Rabatten, Mosaikpflastersteine, ein Spielplatz, Sitzbänke und mehrere Kunstobjekte – das ehemalige Friedhofsgelände zwischen Frankfurter- und Wilhelmstraße ist kaum wiederzuerkennen. Innerhalb von zwei Jahren hat sich das verwilderte Areal in einen schmucken Grünanlage verwandelt. Die meisten Objekte und Spielgeräte wurden zwar schon vor Monaten installiert, einige Pflanzarbeiten aber erst nach dem strengen Winter vollendet.

  Eiskristalle aus Stahl: Dagmar und Heiko Dittmann sowie Enkeltochter Xenia Kollberg (8) begutachten im Park der Jahreszeiten die Skulptur Winter. © Henriette Brendler

Am Sonnabend wurde die Fertigstellung des 30 000 Quadratmeter großen Areals nun mit einem Fest gefeiert – im Beisein von Landwirtschafts- und Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger und vielen Fürstenwalder Bürgern.

„Von Anfang an haben Kinder, Jugendliche und Senioren ihre Ideen zu dem Projekt mit eingebracht, und so dazu beigetragen, dass diese Erholungsfläche im Herzen der Stadt geschaffen werden konnte“, sagte Bürgermeister Ulrich Hengst in seiner Eröffnungsansprache.

Die Zusammenarbeit über alle Generationen hinweg kommt nicht von ungefähr, schließlich sind sowohl die vier Jahreszeiten, als auch die vier Lebensalter das Leitthema des neuen Parks. Das Motiv spiegelt sich deshalb in allen Bereichen der Grünfläche wider: Werner Menzels vier Stahl-Skulpturen symbolisieren Frühling, Sommer, Herbst und Winter und die Bepflanzung ist so ausgewählt, dass in den einzelnen Park-Arealen zu jeder Jahreszeit verschiedene Gewächse blühen, Früchte tragen oder eine bunte Laubfärbung zeigen.

„Bei der Umsetzung war uns wichtig, dass auch vorhandene Elemente mit in die Gestaltung einbezogen werden“, erklärte Landschaftsarchitektin Petra Edel. Man habe beispielsweise die Sitzrondelle aus DDR-Zeiten, die Blausterne und viele alte Bäume belassen. „Die lilablauen Frühblüher haben sich mit den Jahren einfach unter den Bäumen ausgebreitet. Auch große Teile des Rasens sind wieder gewachsen, nachdem wir das Gestrüpp entfernt hatten“, so die Landschaftsarchitektin.

Laut Presseinformation hat das Projekt insgesamt 590  000  Euro gekostet, von denen 400  000 aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE-Programm) kamen, 40 000 Euro vom Land und rund 150 000 Euro aus der Stadtkasse.

Für die Fürstenwalder hat sich die Investition indessen gelohnt. Besonders die Anwohner haben den Park längst ins Herz geschlossen. „Ich habe von Anfang an die Bauarbeiten beobachtet. Der Park ist sehr schön geworden. Hoffentlich bleibt es auch so“, sagte Christel Szentef (79). „Die Wege sind viel breiter als vorher. Jetzt kann man auch mit dem Rollator hier lang laufen und auf den Bänken eine Pause machen“, freute sich ebenfalls die 79-jährige Brigitte Czirr.

Wie im Konzept vorgesehen, zählen aber auch viele junge Leute zu den Stammbesuchern. Während für die Schüler des anliegenden Scholl-Gymnasiums ein Pausentreff eingerichtet wurde, den sie übrigens selbst sauber halten wollen, sind die Jüngeren von dem Spielplatz begeistert. Dabei hat es den Kindern vor allem das Gerät Skysurf – eine Art Karussell – angetan. Zu ihnen gehört auch Jasmin Bär (12): „Meine Freundinnen und ich kommen seit dem Winter regelmäßig hierher. Der Spielplatz ist viel besser als der am Seilerplatz. Und die Kunst im Park ist ja auch ganz schön.“

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