Freitag, 31. Oktober 2014
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18.06.2008 17:20 Uhr

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Tanken lohnt in Polen immer weniger

Slubice . Die Preis-Rallye an den Tankstellen nimmt kein Ende, am Mittwoch kostete in Deutschland ein Liter Superbenzin erstmals 1,56 Euro. Doch auch die Zeiten des billigen Tankens beim polnischen Nachbarn gehören der Vergangenheit an.

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Die Zeiten des billigen Tankens in Polen sind langsam vorbei: Auch hier steigen die Spritpreise stetig an. Foto: dpa

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Tomasz steht auf einer Leiter an einer Hauptverkehrsstraße in Frankfurts Nachbarstadt Slubice. Per Hand wechselt der Tankwart die Tafeln für die Kraftstoffpreise der Shell-Tankstelle aus. "Die Preise sind heute gleich um 13 Groszy gestiegen", sagt er. Nachdem die Raffinerien den Kraftstoff zum wiederholten Mal verteuerten, kostet der Liter Super dort seit Dienstagmittag statt 4,52 Zloty nun 4,65 Zloty. Das sind umgerechnet 1,38 Euro. Zwar kostete ein Liter Super in Frankfurt (Oder) gestern gerundet 1,55 Euro und Diesel 1,51 Euro. Doch das Tanken lohnt in Polen immer weniger - die Zeiten, in denen der Liter nur einen Euro kostete sind endgültig vorbei.

An der Aral-Tankstelle im Slubicer Zentrum werden für Super schon 4,69 Zloty (1,39 Euro) verlangt. Draußen an den zwölf Zapfsäulen stehen nur deutsche Fahrzeuge. Doch der Andrang scheint trotz offener Grenze und der extrem hohen deutschen Preise nicht größer zu sein als früher. Noch kommen "Tanktouristen" aus der Grenzregion, Super ist in Slubice rund 15 Cent billiger als jenseits der Oder. Kleiner ist der Vorteil aber bei Diesel, das in der polnischen Grenzstadt etwa elf Cent weniger kostet als in Frankfurt.

Anwohner aus der Grenzregion würden an polnischen Tankstellen weiter sparen, sagt Katarzyna Trietz vom deutsch-polnischen Verbraucherinformationszentrum in Frankfurt (Oder). Dann fügt sie hinzu: "Längere Anfahrten zum Tanken lohnen sich aber nicht mehr." Zusätzlich zu den steigenden Kraftstoffpreisen mache der teure Zloty die Tankfahrt nach Polen unattraktiver, so Trietz. Für einen Euro gibt es in den Wechselstuben nur noch 3,37 Zloty, vor einem Jahr waren es noch fast vier Zloty gewesen.

Die polnische Währung ist dank des Aufschwungs im Land so stark wie nie und drückt sogar den boomenden Euro. Für die Polen ist Autofahren schon fast Luxus geworden. Lkw-Fahrer blockierten in der vergangenen Woche aus Wut über die hohen Diesel-Preise die Europastraße 30 von Frankfurt nach Warschau. Und polnische Medien berichten, dass das einstige Billigtankland Polen heute im Mittelfeld der europäischen Kraftstoffpreise liege. In den baltischen Staaten sei Sprit deutlich billiger.

Trietz empfiehlt, bei Reisen ins polnische Landesinnere nicht in Grenznähe zu tanken. Denn die Kraftstoffpreise dort seien oft höher als im Landesdurchschnitt. Selbst innerhalb einzelner Städte gibt es Unterschiede: In Slubice etwa schwankte der Preis für Super am Dienstag gleich um 17 Cent je Liter. Die Qualität des polnischen Kraftstoffes scheint dagegen kaum mehr ein Problem zu sein. In den vergangenen Monaten habe es bei der deutsch-polnischen Verbraucherberatung keine Beschwerden gegeben, sagt Trietz.

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31.10.2014 21:32:52 ....

was machst du eigentlich ...

31.10.2014 21:09:45 gutmensch

@...

31.10.2014 20:57:36 Hilfloser

Hilfe

31.10.2014 20:54:07 ....

nennt sich das in Deinem Fall ...

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