(moz) Der Bahnhof wurde ihr Schicksal. Hier trafen sie das erste Mal aufeinander: Der Professor und der Akita-Welpe. Parker Wilson nahm den herrenlosen kleinen Kerl einfach mit nach Hause, sie wurden unzertrennlich. Auch wenn Gattin Cate anfangs einige Einwände hatte und der auf Hachiko getaufte Hund für so manches Chaos sorgte, er wurde ein festes Mitglied der Familie. Und als solches begleitete er sein Herrchen tagtäglich früh zum Bahnhof und holte es abends dort wieder ab. Einige Jahre später starb Professor Wilson, die Witwe zog um, Hachiko sollte bei der Tochter leben. Doch der treue Hund kehrte zum Bahnhof zurück, lebte in dessen Nähe und wartete jeden Tag auf Parker – zehn Jahre lang. Gepflegt und betreut von alten Bekannten des Professors blieb Hachiko treu bis zum eigenen Tod.
Die Geschichte hat sich so ähnlich tatsächlich zugetragen, allerdings im Japan der 20er Jahre. Wohl der besseren Vermarktungschancen wegen hat sie Hollywood in die USA verlegt. Lasse Hallström kann hier nun gleich zwei Zugpferde fürs Zielpublikum aufbieten: Ein in Würde ergrauten Richard Gere und einen in allen Belangen liebenswerten Vierbeiner. Mitunter erlebt der Zuschauer die Geschichte gar aus dessen Blickwinkel. Dann wird etwas Farbe aus dem Bild genommen und die Perspektive verändert. Das bringt Abwechslung in den geradlinigen und eigentlich ja bekannten Plot. Zudem heitert es die eher traurige Grundstimmung etwas auf. Denn ohne Zweifel, Hallström drückt ordentlich auf die Tränendrüse. Ein echter Taschentuchfilm für verregnete Wochenenden.
Genre: Drama; FSK: ohne Angabe; Laufzeit: 89 Min.; Verleih: Universum; Regie: L. Hallström; Richard Gere, Joan Allen, Sarah Roemer, Jason Alexander
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