Ruhlsdorf (moz) Noch vor wenigen Monaten war Birgit Lützow ein reines Nerbenbündel. Sie hat fast alle Höhen und Tiefen des Feriensdorfes Dorado in Ruhlsdorf mit gemacht. Vor allem die Tiefen haben an ihren Nerven gezerrt. Wer jetzt das Feriendorf anruft, hört eine freundliche, ausgeglichene Stimme. Die von Birgit Lützow. Für ihren neuen Chef Stefan Tews war es wichtig, sie als die langjährige gute Seele vom Feriendorf wieder einzustellen. Und mit ihr haben zur Saison sechs weitere Arbeitskräfte einen Job auf dem weitläufigen Gelände mit direktem Strand am idyllischen Ruhlesee erhalten.
Die Tinte unter den Verträgen des neuen Betreibers des Feriendorfes mit der Gemeinde und dem Verwalter st gerade erst getrocknet. Stefan Tews ist mit ihnen zufrieden. Nicht zuletzt, weil auf Grund der Geschichte des Dorados die Verhältnisse komplizierter sind als sonst üblich. Der Inhaber der Erbpacht hat vor wenigen Jahren aufgegeben und Schulden hinterlassen. Der vorherige Betreiber blieb nur kurz. Tews, bisher schon Mitarbeiter des Feriendorfs und mit der Materie vertraut, sieht nun aber für sich und das Dorado eine Zukunft.
Klar war für ihn, dass das Entree und die völlig verunkrauteten Grünanlagen rund um die Bungalows ein Arbeitsschwerpunkt sind. „Sie sind in pflegerischer Obhut“, sagt Tews. Dazu kommen Modernisierungen der Sanitäranlagen in den Bungalows. Fertig ist man mit den Arbeiten in den Häusern 1, 2 und 3. Es gibt zwei neue Volleyballcourts und neue Tore für den Minirasenfußballplatz der Ferienanlage am Ruhlesee.
Die bisherigen Gäste des Feriendorfes, wie Kitas, Schulen und Vereine aus der Umgebung, Berlin und aus dem Bundesgebiet sollen auch weiterhin zu den Kunder des Dorado gehören. Angestrebt werden in diesem Jahr 8000 Übernachtungen. Stefan Tews sieht es als machbares Ziel an. So steht unter anderem schon fest, dass der Nachwuchs von Union Berlin zum Trainingslager nach Ruhlsdorf kommen wird. Außerdem gibt es vom 11. bis 13. Juni das Turnier um den Beachvolleyballcup. Daran nehmen 16 Mannschaften teil, die an diesen Tagen im Ruhlsdorfer Feriendorf Quartier beziehen.
Mario Strebe, Bürgermeister von Marienwerder, wozu Ruhlsdorf als Ortsteil gehört, ist zuversichtlich. „Stefan Tews kennt das Areal recht gut und er ist mit Leib und Seele dabei“, sagt der Bürgermeister, der glaubt, dass Tews es meistern wird. Zudem habe er auch schon recht gute Ideen für die Winterzeit. Nicht zuletzt verweist Strebe darauf, dass es nach dem Aus einen fließenden Übergang zum Weiterbetrieb geben müsse, um die Immobilie mit ihrer Nutzung zu erhalten. Dies sei nicht zuletzt auch wichtig für das Image der Gemeinde. Erfreulich sei auch, dass es schon Einstellungen gegeben habe und der Personalbestand allmählich erhöht werden soll. So es irgend geht, werde man das Feriendorf unterstützen, kündigte Strebe an.
Feriendorf Dorado in Ruhlsdorf, Eiserbuder Weg 12. Tel: (033395) 71 999 10, Internet: www.feriendorf-dorado.com, E-Mail: kontakt@feriendorf-dorado.com.
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