Biesenthal (moz) Knapp sechs Monate nach der kompletten Umstrukturierung des Amtshofs hat der Ausschuss A1 des Amtsausschusses Biesenthal eine erste Bilanz gezogen. Entgegen den ursprünglichen Befürchtungen in einigen Gemeinden fiel diese positiv aus.
Von der zentralen Steuerung aller Mitarbeiter des Amtshofs über Amt und Amtshofchef, für die Biesenthal der tägliche zentrale Anlaufpunkt war, ist der Amtshof zum Jahreswechsel regionalisiert worden. Das bedeutet für die Bürgermeister, einen direkteren Einfluss auf die Arbeit der Amtshofmitarbeiter in ihren Orten ausüben zu können. Für alle Gemeinden gibt es seit fast einem Jahr einen oder mehrere Mitarbeiter, die dort auch ihren festen Platz haben. Für Breydin, Melchow und Sydower Fließ sind zwei Amtshofmitarbeiter zuständig.
Der amtierende Bürgermeister von Sydower Fließ Klaus-Peter Blanck stellte den Mitarbeitern ein großes Lob aus. Auch die Herausforderungen des jüngsten besonders harten und langen Winters seien gut gemeistert worden. „Die angeforderte Technik haben wir immer bekommen“, äußerte sich Blanck zufrieden. Neben eigener Technik in den Kommunen werden größere Geräte vom Amtshofleiter verwaltet. Man musste jedoch auch mit Krankheiten von Mitarbeitern fertig werden. Die Mäher standen etwas spät zur Verfügung und für den Spielsand musste der Transport extra bezahlt werden. Ansonsten aber sei es recht positiv gewesen, so Blank.
Was es mit dem Transport des Spielsands auf sich hatte, erklärte der Leiter des Amtshofs Manfred Schulz. Mit dem zur Verfügung stehenden Fahrzeug hätte man die Menge nur in mehreren Fahrten geschafft. Angesichts der Umleitung in Lanke hätte das ziemlich lange gedauert, so dass man sich ausnahmsweise für die externe Vergabe und den entsprechenden Kostenaufwand entschieden habe.
Breydins Bürgermeister Peter Schmidt befand ebenfalls, dass der Winterdienst gut geklappt habe. Das Personal habe auch eine hohe Einsatzbereitschaft gezeigt. Lediglich die Beräumung des Streusands ließ etwas zu wünschen übrig. „Ein halbes Jahr ist eine kurze Zeit, aber ich denke, wir haben nicht die schlechteste Entscheidung getroffen“, resümierte er. Auch der Ausschussvorsitzende und Bürgermeister von Biesenthal André Stahl schloss sich dem Meinungsbild an: „Wir sind mit der Struktur, der Einsatzbereitschaft und den Kommunikationswegen zufrieden.“
Die Neustrukturierung des Amtshofs war von der Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung angeregt worden. Der Grund: Über Jahre hatte die Kommune im Vergleich zu ihrem Anteil an der Finanzierung des Amtshofs geringere Leistungen erhalten. Unmut erregte auch der umständliche Weg, bis es zur Ausführung der Aufträge aus den Gemeinden kam.
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