Wandlitz / Biesenthal (moz) Die Region Biesenthal und Wandlitz ist eine touristische Kernregion des Naturparks Barnim. Die Tourismusbüros in beiden Orten haben sich als feste Institutionen etabliert und sind bei Ausflüglern und Touristen auch gefragt. Die Finanzierung der Büros ist aber gefährdet.
Bisher hat der Landkreis Barnim diesen Sektor des Tourismus mit 80 000 Euro pro Jahr bedacht. Mit dem neuen Haushalt ist diese Summe halbiert worden, informierte Hans-Ulrich Kühne, Amtsdirektor des Amts Biesenthal-Barnim und sprach vor Mitgliedern des Amtsausschusses von einer „bedrohlichen Entwicklung“.
Betroffen von der Kürzung soll nicht nur der Tourismusverein Naturpark Barnim, sondern auch der Regionalpark Barnimer Feldmark sein, weiß der Vorsitzende des Tourismusvereins Andreas Scharschmidt. Zusammen mit dem Wandlitzer Bürgermeister Udo Tiepelmann habe man sich dagegen ausgesprochen. Wie man genau die Kürzung umsetzen wolle, sei seines Wissens noch nicht entschieden. Das wird derzeit im Strukturentwicklungsamt noch geprüft.
Nach Worten von Kühne ist zu befürchten, dass der Zuschuss für die beiden Büros in Biesenthal und Wandlitz auf 6 000 Euro reduziert werden könnte. Damit jedoch seien die Stellen nicht mehr in der gewohnten Weise zu finanzieren. Das allerdings würde erhebliche Einschnitte mit sich bringen.
Das Biesenthaler Büro ist dienstags, donnerstags und freitags sowie in der Saison auch sonnabends und sonntags geöffnet. Im Rathaus direkt am Fernradwanderweg Berlin-Usedom gelegen, gehören Radfahrer aber auch Wanderer zu den häufigen Kunden, die sich dort unter anderem interessiert nach Sehenswürdigkeiten oder Übernachtungsmöglichkeiten in der Region erkundigen.
Im Wandlitzer Tourismusbüro am Bahnhof Wandlitzsee ist in der Saison täglich geöffnet. Dort kommen noch die Beratung von Reisenden und der Verkauf von Fahrkarten für die Niederbarnimer Eisenbahn dazu. In den Büros kann man sich auch mit Kartenmaterial eindecken. Pro Monat gehen dort in Durchschnitt Fahrkarten im Wert von rund 2500 Euro über den Tisch. In Wanditz kommen auch Gruppen und Klassen, die in der Jugendherberge Gast sind, um sich beraten zu lassen.
Petra Sankowski, erfahrene Praktikerin im Tourismusgeschäft in Wandlitz, fragt sich, wie die Tourismusarbeit laufen soll, wenn die Leute vor Ort kein Geld bekommen. Biesenthals Bürgermeister André Stahl ist von der Angelegenheit genauso wenig angetan. Die Tourismusförderung habe die Stadt zwar an das Amt übertragen, leiste aber auch Unterstützung durch die mietfreie Bereitstellung der Räume für das Tourismusbüro.
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