Biesenthal (moz) Kräftige Wellen schlug der Wukensee. Paddelwillige, Spaßmannschaften sowie Kind und Kegel trafen sich am vergangenen Sonnabend zum großen Drachenbootfestival. Die Stadt Biesenthal hatte zum 10. Wukenseefest geladen.
Große Teams im Duell: Menschen mit Handicap haben auch bei den Biesenthaler Wukey´s ein Zuhause. Im Vordergrund die Mannschaft „Werkstattdrachen“ von den Hoffnungstaler Werkstätten in Biesenthal.
Zahlreiche Biesenthaler und Besucher aus umliegenden Orten interessierten sich für das bunte Volksfest. Nur die Sonne kam nicht gegen das Wolkengeschwader an und graue Wolke hingen über dem See. Kein Wunder also, dass Petrus zwischendurch auch etwas Regen schickte. Die Drachenbootfahrer kümmerte das wenig. Mit kräftigen Schlägen steuerten sie ihre langen Boote über den vorgegebenen Kurs.
„Mit dabei ist auch das Drachenboot von der Werkstatt der Lobetaler Anstalten in Biesenthal“, teilte Andreas Kalle, Vereinsvorsitzender der Wukey`s, mit. „Die Mannschaft kam auf der 500 Meter Strecke auf Platz 4. Erster wurde in der langen Disziplin die Mannschaft aus Woltersdorf. Rang zwei erreichte das Boot der Uckersee-Löwen aus Prenzlau und Dritter wurden die Biesenthaler Fire-fighter. Über die 250-Meter-Distanz siegte das Drachenboot aus Wolterdorf. Die Biesenthaler Feuerkämpfer folgten mit Rang zwei und danach erreichte auf Platz drei das Kita-und-Papa-Boot aus Biesenthal das Ziel. Im Papa-Boot paddelte auch Andre Stahl, Bürgermeister von Biesenthal. Insgesamt gingen 16 Mannschaften an den Start des Drachenbootrennens.
Neben den wassersportlichen Aktivitäten entfaltete sich indes auch auf festem Grund ein reges Treiben. Gefragt waren Kinderkarussell, Kindereisenbahn, Kletterturm, Hüpfburg und Piratenstand, Hexe Pixelpax und Frettchenzirkus. Informativ für Kinder und Erwachsene war es an den Verkaufsbuden der Stadt Biesenthal, die entlang des Strandes aufgebaut waren.
Vereine zeigten ihr Profil und ihr Leistungsangebot. Sybille Thürling zum Beispiel vom Tourismusverein Naturpark Barnim bot Postkarten und Wanderkarten der Region sowie den Veranstaltungsplan des Vereins an. „Der Tourismusverein hat im alten Rathaus der Naturparkstadt seinen Sitz“, erinnerte sie. Der Biesenthaler Stadtverordnete Karl-Heinz Neu war am Stand des Altenheimes Pro Seniore zu finden. Er hatte Broschüren über das Leben in fortgeschrittenen Semestern dabei. Ein paar Schritte weiter stand Stadtchronistin Gertrud Poppe mit alten Fotos, Broschüren und Büchern. Historisch Interessierte kamen an ihrem Stand auf ihre Kosten. Große und kleine handgefertigte Korbwaren präsentierten beim Biesenthaler Wukenseefest polnische Gäste aus der Partnerstadt des Amtes Biesenthal-Barnim Nowy Tomyšl.
Bei Andreas Krone von der lokalen Agenda erfuhren Besucher manches über Wasserläufe, Wasserqualität und Wasserlebewesen. Gerda Schmidt und Manfred Hübner von den NaturFreunden, Ortsgruppe Hellmühle, informierten gleich nebenan über heimische Tierarten. Bei einem Wissenstest war es hier möglich, die eigenen Kenntnisse über Tiere und Pflanzen der Heimat zu überprüfen. Kurz vor Mitternacht und dem Höhenfeuerwerk wurde dann noch Tina Tandler mit ihrem Solo Saxophon erwartet.
Bei soviel Kunst und Naturverbundenheit wurden die Wellen des Wukensee immer glänzender und immer beschwingter, um schließlich an diesem Sommerabend spät schlafen zu gehen.

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