Neutrebbin (moz) Pünktlich um 11 Uhr rollte gestern eine riesige Zeitbombe durchs beschauliche Oderbruchdorf. Gleich in Nachbarschaft zum Standbild des Alten Fritz startet Greenpeace in Neutrebbin seine Protest-Tour „Zeitbombe CO2-Endlager“. Die Umweltorganisation will mit der Tour, die über Beeskow, Cottbus und Potsdam nach Berlin führt, die lokalen Initiativen stärken und die Bevölkerung über die Risiken der CCS-Technologie aufklären. Zu den ersten Besuchern des Tour-Standes gehörte Bernd Sachse. „Wir sind auch gegen diese Technologie“, erklärte der Vorsitzende der Linken Märkisch-Oderlands. Vom Neutrebbiner Klaus Schröder daraufhin auf die Haltung der Landesregierung angesprochen, verwies Sachse auf die Koalitionsvereinbarung mit der SPD, die eingehalten werden müsse. Sachse unterschrieb auf dem Protestbanner von Greenpeace ebenso wie Amtsdirektor Karsten Birkholz und viele Oderbrücher nach ihnen. Neutrebbins Bürgermeister Siegfried Link informierte über die Aktion der gelben Kreuze im Oderbruch. Diese Protestzeichen werden jetzt mit Info-Tafeln ausgestattet, die das Risikopotential der geplanten CO2-Lager verdeutlichen. „Wir wollen verhindern, dass hier unter dem Deckmantel der Forschung Tatsachen geschaffen werden“, erklärte Karsten Smid von Greenpeace.
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