Zerpenschleuse (moz) Der Straßenausbau im Barnim schreitet weiter voran. Doch nicht immer gehen die Maßnahmen komplikationslos über die Bühne. In Zerpenschleuse ist seit einigen Wochen die gesamte Ortsdurchfahrt gesperrt. Neben einem neuen Straßenbelag werden dort auch Parktaschen gebaut. Zudem bekommen die Anlieger Hausanschlüsse für das zentrale Abwassernetz. Noch bis in den Spätherbst hinein sollen die Arbeiten dauern.
Sandiger Weg: Wegen der Bauarbeiten an der B 109 ist für Autofahrer kaum ein Durchkommen zum Blumenladen von Janine Kautza. Die große Linde vor ihrem Laden konnte die 29-Jährige vor dem Abholzen retten.Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Erst im Dezember eröffnete die Bäckerei-Filiale von Jürgen Beuster in Zerpenschleuse. Der 49-Jährige war zunächst nur von einer einseitigen Sperrung ausgegangen, ist deshalb von den Ausmaßen der Arbeiten etwas überrascht. Seit Beginn der Baumaßnahme könne nun kaum noch jemand vor dem Laden halten. Der Umsatz sei deshalb um etwa die Hälfte zurückgegangen, berichtet er.
„Es ist schon eine ganz schöne Belastung“, gibt auch Janine Kautza zu. Die 29-Jährige übernahm vor vier Jahren den kleinen Blumenladen „Blütenpassion“ an der Berliner Straße. Auch bei ihr hat sich der Umsatz nahezu halbiert. Vor allem viele Stammkunden von außerhalb würden nicht mehr bis zu ihrem Geschäft finden. Dabei sei es durchaus mit dem Auto erreichbar, berichtet sie. „Auch wenn man sich etwas hindurchschlängeln muss.“
Doch nicht nur die Bauarbeiten sind belastend. Auch der aufgewirbelte Staub ist kaum zu ertragen. „Nach zwei Tagen ohne Regen ist es sehr extrem“, kann sie berichten. Da werde weder von Auto- und Busfahrern wenig Rücksicht genommen.
Eine ähnliche Beobachtung hat auch Ortsvorsteherin Margot Ziebarth (SPD) gemacht. Auch auf der Ausweichstrecke über den Mittelweg werde regelrecht gerast, erklärt sie. Dafür sei jedoch die Zusammenarbeit mit der Baufirma sehr gut. „Die Arbeiten liegen fast im Plan und es gibt eine wöchentliche Beratung, in der Probleme angesprochen und dann auch abgearbeitet werden“, so die Ortsvorsteherin weiter.
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