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17.06.2010 16:01 Uhr - Aktualisiert 17.06.2010 17:07 Uhr

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Flick-Archiv zieht von Jena nach Berlin

Berlin (DDP) Das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv (BBWA) übernimmt von der Universität Jena das Forschungsarchiv Flick. Die Sammlung zur Wirtschafts- und Zeitgeschichte werde dem BBWA zur Verfügung gestellt, weil Berlin bis 1945 Sitz der Flick-Konzernzentrale war, wie die Universität Jena und das BBWA am Donnerstag mitteilten. Das Archiv bildete die Grundlage für das 2009 erschienene Buch „Flick. Der Konzern, die Familie, die Macht“ und die zweiteilige Fernsehdokumentation „Flick“. Das Forschungsarchiv Flick steht ab sofort in Berlin für die wirtschafts- und zeithistorische Forschung offen.

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Friedrich Flicks (1883-1972) Karriere war nach Angaben des Jenaer Forschers Norbert Frei immer „tief verwoben mit der großen Politik“, ob im Ersten Weltkrieg oder während des Nationalsozialismus. In der Bundesrepublik noch in den 60er Jahren als genialer Unternehmer verehrt, kehrte sich das Bild von Flick endgültig ins Negative, als in den 80er Jahren die Details des Parteispendenskandals ans Licht kamen.

Die Unterlagen des Flick-Archivs umfassen die Zeit von 1916 bis 2005 und spiegeln fast alle zentralen wirtschaftspolitischen Ereignisse und Entwicklungen wider. Das Archiv umfasst etwa 100 laufende Meter, darunter Rollfilme der Dokumente und Protokolle des Nürnberger Flick-Prozesses sowie Verfilmungen der ursprünglich von den USA beschlagnahmten Akten. Von besonderem dokumentarischen Wert ist das Nürnberger Fotoalbum, von dem es insgesamt nur drei Exemplare gibt. Es wurde von Odilo Burkart, dem Chef der Maxhütte, angelegt und dokumentiert den Flick-Prozess aus Sicht der Angeklagten. Die kurzen Kommentare zu jedem Foto verdeutlichen, dass sich Flick und seine Mitarbeiter als Opfer der Siegerjustiz verstanden und sich für den Zwangsarbeitereinsatz nicht verantwortlich oder schuldig fühlten.

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