Letschin (moz) Die Gemeindevertreter von Letschin haben einen Vorschlag der Fraktion „Wir im Oderbruch“ begrüßt, die Anerkennung des Oderbruchs als „Weltkultur- und Naturerbe“ zu beantragen. Jetzt wollen sich die anderen Fraktionen mit dem Thema beschäftigen. Peter Miekley und Mario Forner begründeten die Initiative des Vereins mit der vielfältigen Gefährdung der einzigartigen Kulturlandschaft durch die CO2-Abfalllagerpläne von Vattenfall in Neutrebbin. Auch die schleichende Renaturierung u. a. durch die Biberplage gefährde das Erbe. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) schützt mit der Welterbeliste bedrohte Kulturgüter der Menschheit. Allein in der Gemeinde Letschin gebe es eine Reihe schützens- und sehenswerter Einrichtungen und Anlagen wie zum Beispiel die Bockwindmühle Wilhelmsaue, so Miekley: „Wir sollten die Beantragung jetzt auf den Weg bringen.“ Letschins Bürgermeister Michael Böttcher unterstützte den Antrag. „Wir müssen aber noch genauer herausfinden, welche Zwänge möglicherweise aus einer Unterschutzstellung für die Entwicklung im Oderbruch erwachsen könnten.“
Das von der UNESCO erfasste Welterbe setzt sich aus dem Weltkulturerbe und dem Weltnaturerbe zusammen. Insgesamt umfasst die UNESCO-Liste des Welterbes 890 Denkmäler in 148 Ländern. Davon sind 689 als Kulturdenkmäler und 176 als Naturdenkmäler gelistet, weitere 25 Denkmäler werden sowohl als Kultur- als auch als Naturerbe geführt. Jährlich trifft sich das World Heritage Committee, um über die Aufnahmeanträge zu entscheiden.
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