Altlandsberg (moz) Am Montag werden in den Ortsteilen Bruchmühle und Altlandsberg fünf Stolpersteine verlegt. Die kleinen Messingplatten vor Wohnhäusern sollen daran erinnern, dass dort vor dem Zweiten Weltkrieg Mitbürger gelebt haben, die während der Zeit des Hitlerfaschismus ums Leben gekommen sind bzw. umgebracht wurden. Die Stadtverordneten unterstützten dieses Anliegen durch einen Beschluss.
In Bruchmühle sind das die einst in Radebrück wohnhafte Margarete Näfe und Richard Jänsch, vor deren Wohnungen in Radebrück 23 und der Fichtestraße 15 diese Erinnerungssteine gesetzt werden. Damals vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt, starben beide 1944 durch das Fallbeil.
In Altlandsberg sollen drei kleine Messingplatten mit Inschrift vor der Poststraße 15 an die jüdische Familie Borkowsky erinnern. In dem Haus, wo heute die Apotheke ist, befand sich der Synagogenraum der jüdischen Gemeinde. Während Vater Egon Borkowsky 1941 schwerkrank noch in der Stadt verstarb, wurden seine Frau Frieda und Sohn Günter abtransportiert. Ihr Schicksal ist nicht weiter bekannt.
Die Verlegung am Montag nimmt der Kölner Künstler Gunter Demnig vor, der 1993 die Idee für die Stolpersteine als Erinnerungsmarken hatte. Seither wurden hunderte Stolpersteine in ganz Europa verlegt.
Verlegung: Bruchmühle (9.30 Uhr), Radebrück (10 Uhr), Altlandsberg (gegen10.30 Uhr)
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