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Sabine Rakitin 04.07.2010 21:26 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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„Kiss my Rock“ geriet für viele zum Flop

Biesenthal (moz) Der erste Versuch scheint fehlgeschlagen. Ob es einen zweiten gibt, ist ungewiss. „Kiss my Rock“, das neue dreitägige Rockfestival in den Biesenthaler Wukuhlen, enttäuschte viele.

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  © U.Winkler

Der Veranstalter hatte offenbar Tausende erwartet. An den Zufahrtsstraßen zu den Wukuhlen postierten Ordner, die den Weg zu den Parkplätzen weisen sollten. Auf dem riesigen Feld hatten an die 30 Imbiss-, Getränkewagen und andere Händler ihren Platz gefunden. Mobile Toiletten standen in Reihe und Glied und die riesige Bühne, zusätzlich mit zwei Leinwänden drapiert, erwartete die Bands, die ab Freitagnachmittag im Stundentakt bis zum frühen Sonntagabend im Stundentakt aufspielen sollten.

Doch bereits der Freitagabend war eine Enttäuschung. Zwar gaben sich Jennifer Rostock und nach ihr Alphaville alle Mühe, die Besucher in Stimmung zu bringen. Doch das war angesichts der Leere auf dem Platz ein schweres Unterfangen. „Wir trinken uns einen an, dann sind es doppelt so viele Leute“, versuchte der Frontmann von „Alphaville“, Marian Gold, die wenigen hundert Leute, die in die Wukuhlen gekommen waren, aufzumuntern. Der Sänger, der als einziger der ursprünglich 1981 gegründeten Kultband übrig geblieben ist, und seine Musikerkollegen punkteten in Biesenthal vor allem mit den alten Hits wie „Big in Japan“ und „Forever young“ und gaben ihren Fans damit das Gefühl, dass sich der Besuch von „Kiss my Rock“ doch lohnte.

Biesenthals Bürgermeister Andrè Stahl, der für die Einwohner der amtsangehörigen Gemeinden Sondereintrittspreise ausgehandelt hatte – statt 99 sollten sie „nur“ 65 Euro für das ganze Wochenende zahlen, statt 45 Euro für die Tageskarte „nur“ 35 – bangte: „Hoffentlich werden es morgen mehr, wenn Christina Stürmer auftritt“. Doch seine Hoffnung erfüllte sich nicht. Auch am Sonnabend kamen nur wenige. Viele Gastronomen packten ein und zogen mit ihren Wagen von dannen. Und von Christina Stürmer war weit und breit nichts zu sehen. Statt dessen mühte sich J.B.O. – eine fränkische Fun-Metal-Band – ab. Deren Frontmann, Hannes „G. Laber“ Holzmann, wetterte denn auch ungeniert: „Was habt Ihr bezahlt?!“, rief er den Fans empört zu. „Kein Wunder, dass so wenige gekommen sind. . .“

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