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Harsche Kritik und Suche nach Ursachen

Brigitte Horn / 05.07.2010, 19:47 Uhr
Nadine Mäß fehlten fast die Worte (In House) Es hätte ein großes Spektakel werden sollen. Große Ackerflächen waren als Parkplatz vorbereitet. Ein Cordon an Sanitätern und Feuerwehrleuten stand bereit. In den Wukuhlen große Bühne, Catering und, und, und. Das Rockfestival „Kiss my Rock“ blieb jedoch weit unter allen Erwartungen. Beobachter sprechen von vielleicht 500 Besuchern und das bei einem Event, dessen Besucherzahl gut und gerne im fünfstelligen Bereich hätte liegen können.

„Was da veranstaltet wurde, spottet jeder Beschreibung. Zwei Headliner sind gar nicht erst aufgetreten, kein Feuerwerk. . . und heute ist gar nichts mehr los“, mailte die Eberswalderin am Sonntag. Andere monierten auf moz.de, dass man die Zeltausrüstung nicht heranfahren durfte, sondern damit etwa einen Kilometer marschieren musste. Geklagt wurde auch „Keine Infos, keine Entschuldigung, kein Kommentar, kein Anstand???“ Beim Veranstalter war gestern niemand zu erreichen. Auf der Internetseite von Kiss my Rock steht seit Montagmittag: „Ein Statement gibt es in den nächsten Tagen“.

Viele hatten sich auf Christina Stürmer gefreut, doch sie trat nicht auf. Deren Management erklärte, dass technische Probleme der Grund waren. „Wir bedauern sehr, dass wir das anwesende Publikum aus diesem Grund enttäuschen mussten. Für alle vergebens angereisten Besucher halten wir nach Einsendung der Eintrittskarte eine kleine Entschädigung bereit. Mehr Informationen hierzu unter www.christinastuermer.at“, informierte Thorsten Kirmes.

Biesenthals Bürgermeister André Stahl ist einigermaßen ratlos. Er selbst hat den Veranstalter nach dem Wochenende noch nicht gesprochen und kann nicht sagen, ob es im nächsten Jahr einen zweiten Versuch geben wird. Was die Ursachen der Flaute waren, kann er nur mutmaßen. Vielleicht das WM-Viertelfinale, möglicherweise das sehr heiße Wetter. Und die Eintrittspreise? „Naja, vielleicht etwas hoch gegriffen“, meint Stahl und schränkt ein, „dass 99 Euro für drei Tage nicht gerade preiswert sind, aber auch nicht immens teuer.“ Dies nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass auch das Zelten für die Musikfans inbegriffen war. Stahl erinnert an den Anfang des Harley-Treffens in den 1990er Jahren mit gerade mal 120 Teilnehmern, das zu seinen Hochzeiten schließlich mehr als 30 000 Besucher anlockte.

An fehlender Information dürfte nach Meinung von Insidern die geringe Besucherzahl jedenfalls nicht gelegen haben. Mit den ersten 50 000 Flyern sei man schon vor einem Jahr gestartet, ganze Seiten seien in einschlägigen Publikationen wie „Festivalguide“ oder „030“ erschienen, dazu Radio und Zeitungswerbung, führen sie an.

Biesenthals Ortswehrführer Thomas Brodde meint: „Der Platz war gut gestaltet und von der Musik her ist eigentlich für jeden etwas dabei gewesen“. Er nimmt an, dass hinter den Kulissen etwas nicht gestimmt haben muss.

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andre 05.07.2010 - 21:03:35

schwere Vorwürfe gegen Veranstalter

Band`s wie Oomph (Forum offizieller Bandhomepage) sind nach eigenen Aussagen wegen gravierender technischer Mängel nicht aufgetreten da Gefahr für Leib und Leben bestand, die Bühne wies schwerwiegende gefährliche Mängel auf...sollte diese Vorwürfe so zutreffend sein, sollte man die Verantwortlichen, insbesondere den Veranstalter zur Rechenschaft ziehen....

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