Storkow/Fürstenwalde (moz) Große Hitze erschwerte die Bedingungen für die Teilnehmer beim 7. Storkower Triathlon am gestrigen Sonntag. Da war das Strandbad ein idealer Start- und Zielpunkt, denn zahlreiche Wettkämpfer kühlten sich nach ihren Rennen schnell in den klaren Fluten es Storkower Sees ab. Das galt auch für die Sieger bei den Regionalliga-Rennen, die den Höhepunkt der Veranstaltung bildeten.Dominiert wurden die Konkurrenzen bei den Frauen, Masters und Männern von den Startern aus Berlin und Sachsen.
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Aufgewühlte Fluten: Der Schwimmstart war für die meisten Aktiven (hier die Frauen) beim 7. Storkower Triathlon der Auftakt zur angenehmsten Disziplin bei heißen Temperaturen.
Bei den Frauen, die mit 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen die Hälfte der Männerstrecke zu absolvieren hatten, setzte sich Evi Neuscheler vom SC Charlottenburg Berlin durch. Die 29-Jährige siegte in 1:11:29 Stunde. „Ich bin total überrascht über den Sieg“, freute sie sich. Zumal gerade die Rad- und die Laufstrecke ihr mächtig zusetzten. „Der letzte Kilometer auf Asphalt war brutal“, fand Evi Neuscheler, die aber mit der besten Laufzeit von 20:48 Minuten ihren Sieg gegenüber Jana Richter (1:11:36, Dresden) erst herauslief. Die Elbestädterin siegte dafür in der Mannschaftswertung vor dem SCC.
Bei den Männern kam Markus Thomschke (Kamenz) zu einem überlegenen Sieg. Über die olympische Triathlon-Kurzdistanz (1,5 – 40 –10) gewann der 26-Jährige in 2:01:15 Stunden mit genau einer Minute Vorsprung vor Marcel Obersteller vom Triathlonverein Berlin 09. Auch Thomschke fand die Laufstrecke „einen Hammer. Das war wie in Hawaii beim Ironman.“ Allerdings kamen ihm die Bedingungen noch eher zu gute. „Ich komme von der Langstrecke. Das lernt man sich die Kräfte besser einzuteilen. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg.“
Den Sieg bei den Regionalliga-Masters errang Martin Hackmann (LTC Berlin) in 2:09:13 Stunden. „Das Schwimmen war noch das Angenehmste“, sagte der 42-Jährige schmunzelnd. Aber nicht nur wegen der guten Organisation, sondern auch des klaren Wasser kommt er seit mehreren Jahren zum Storkower Triathlon. Sein Vorsprung vor Zweitplatzierten Frank Manthey (Berlin) betrug im Übrigen fast sechs Minuten.
Aber geehrt wurden gestern nicht nur die Aktiven, die Höchstleistungen vollbrachten. Auch Matthias Muhs erhielt aus den Händen von Vereinschef Nic Rohmann einen Dank für seine langjährige Arbeit als Kampfrichter in Form eines Gutscheines. Der Eisenhüttenstädter Muhs, seit Jahren Mitglied im TV Fürstenwalde, hat sich nach 20 Jahren als Bundeskampfrichter aus dem Kampfrichter wesen zurückgezogen. „Ich will mich mehr auf meine eigenen Aktivitäten als Ultraläufer konzentrieren“, sagt Muhs. Da bleibe für die Kampfrichterei keine Zeit mehr. „Das sollen jetzt mal andere machen.“ Ein bisschen vermissen wird Muhs das Richten aber doch. „Es war nie langweilig, weil die Regeln sich ständig verändert haben, durch die Versuche sie bei allen Verbänden anzugleichen.“ Auch an ähnliche Verhältnisse wie gestern in Storkow kann er sich erinnern. „Bei einem Ironman saß ich bei großer Hitze 180 Kilometer auf dem Motorrad als Kampfrichter. Das war echt anstrengend.“ Nun aber geht er lieber auf Zeitenjagd bei Läufen, die länger dauern als ein Triathlon oder Marathon. Das nächste Rennen soll der Baltic-Run vom 25. bis 29. Juli sein. Ein Etappen-Lauf von Berlin nach Usedom über rund 320 km.

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